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Diabulus In Musica "Argia" 2014

Noch 'ne Symphonic Metal Kapelle mit weiblichem Gesang, dachte ich noch bei mir, als ein völlig authentisches Intro meine Ohren auf Bereitschaft stellte. "Klingt wirklich sehr, sehr professionell", waren meine nächsten Gedanken. Bevor Gorka Elso zum ersten Mal mit seinen abgrundtiefen Grunts aufwartete, plagten mich noch erhebliche Zweifel. Wenn es dann aber ordentlich aus den Boxen grunzt, ist doch der erste Beweis erbracht, dass die Liebe zur Musik im Vordergrund steht.

Zu viele Bands des Genres haben in Vergangenheit - im Fahrwasser von Nightwish und Co. - versucht, den schnellen Erfolg zu generieren. Mit lieblosen Kompositionen, Pop-Anleihen und jeder Menge Schmalz entstanden unzählige Alben, die kein Mensch mehr hören wollte. Guter Symphonic Metal sollte einen der 3 Eckpfeiler besitzen: Entweder, der klassische Anteil ist fantastisch umgesetzt worden oder die Künstler haben großartige Melodien am Start. Wenn beides nicht vorhanden ist, müssen zumindest Metal-Sound und Grunts das Zepter übernehmen. Auf "Argia" dominiert eine Mischung aus harten Metalsounds sowie ausgereiften klassischen Elementen. "DIABULUS IN MUSICA sind Meister darin, metallische Härte und symphonische Eingängigkeit zu verbinden", so das Label. Kann man definitiv so stehen lassen. Track 9 - "Mechanical Ethos" und 10 - "Encounter at Chronos' Maze" (feat. Thomas Vikström u.a. Candlemass & Therion) stehen für die letzte Aussage Pate. Diabulus haben viele schöne Melodien komponiert. Die ganz großen Harmonien fehlen noch auf "Argia", dafür gibt es jede Menge Bombast, fantastische Klassik-Elemente und fettes Riffing. Letzteres wird, natürlich durch die unglaubliche Stimme von Zuberoa Aznárez, förmlich auf Rosen gebettet. Das dritte Studio-Album der Spanier lebt von seiner Atmosphäre, dem Kontrast aus Opern-Gesang und brachialen Metal-Attacken sowie der - eingangs erwähnten - sehr authentischen Umsetzung. "Argia" kann ohne Bedenken als gut bis sehr gut  eingestuft und jedem Symphonic Metal Fan empfohlen werden.

Dirk

VÖ: 11.4.2014 / Napalm Records


 


 

 

Black Anvil "Hail Death" 2014 Review

Ob Black Anvil nun eine Mischung aus Black- und Thrash-Metal spielen, muss wohl jeder für sich entscheiden. Ich meine ganz klar, dass sie den ursprünglichen Geist dieser Genres nicht transportieren können. Genaugenommen ist es aber auch völlig egal, denn all zu oft verschwimmen die Grenzen in der Hartwurst-Szene und man weiß nicht, welche Schublade man zuerst aufziehen soll. Laut Label Info dürften diejenigen Gefallen am New York-Vierer finden, deren Geschmack sich auf das dunkle Aroma von Bands der Marke  Dissection, Celtic Frost, Bathory, Watain, Emperor, Marduk, Dismember, Destroyer 666 eingependelt hat.

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