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Holy Moses "Redefined Mayhem" 2014

Heiliger Moses, da schwebt mir hier das neue Album „Redefined Mayhem“ ins Haus und ich muss sofort mit einem Zitat von Sabina Classen beginnen. Here we go: „Es ist immer noch erstklassiger Thrash Metal, temporeich und powervoll, mitunter chaotisch, verrückt und cool, aber mit einem modernen Touch und ungemein vielschichtiger Gitarren- und Drum-Arbeit.“

Genau so kann man die ganze Scheibe sehen. 13 Songs ballern dem Hörer gekonnt an und in die Rübe, um selbige, ganz automatisch, massiv auf und ab zu bewegen. Auffallend ist die wirklich hervorragende Gitarrenarbeit. Mal richtig bratend, mal etwas progie-schräg-verfrickelt und manchmal sehr melodiös. Auch die Drums klingen auffällig gut und technisch versiert. Sabinas „zarte“ Stimme kommt wieder einmal ordentlich zur Geltung. Streckenweise sehr Death Metal-mäßig und oft keifend, sodass die nachfolgende Theorie realistische Formen annehmen könnte: Hier wird jedem gestandenen Mann klar gemacht, wer - in einer Beziehung mit Sabina - den Müll zu entsorgen hätte. Freude!

Fakt ist, dass Holy Moses in dieser Besetzung sehr gut und homogen zu Werke gehen. Es fühlt und hört sich einfach gut an, was da aus den Speakern dröhnt. Eine Symbiose aus Härte, Schnelligkeit und ausgereifter Technik, lässt die Elemente perfekt miteinander verschmelzen. Das Dingen kann sich definitv hören und auch sehen lassen. Anspieltipps sind auf jeden Fall "Triggered“, "Undead Dogs“, "Into the Dark“, "Process Of Projection“, “Redemption of the Shadows” und auch “Delusion”.

Ich hoffe euch hungrig gemacht zu haben, denn „Redefined Mayhem“ wird sich lohnen. Unglaublich, mit welch einem Durchhaltevermögen die gute Sabina - nach all den ganzen Jahren - ihr Ding durchzieht. Ich liebe diese konsequenten Einstellungen bei Musikern. Respekt!

Für all diejenigen, die auf den guten alten physikalischen Tonträger stehen, sei an dieser Stelle gesagt, dass „Redefined Mayhem“ als CD und als 2 LP, Gatefold, farbiges Vinyl, Bonus Track, CD in Cardboard Sleeve und mit einem anderem Cover-Artwork als auf der CD erscheint. Finest Creation, würde ich mal sagen.

 

Torsten


 

 


 

DragonForce "Maximum Overload" 2014 - Review

Nicht wundern, aber dieses Review taucht hier noch einmal auf, weil dem Original vom 28.7.14 heute noch eine englische Version folgte. Wer's also nicht lassen kann, hier beide Versionen.

Wenn du auf der Überholspur bist und dennoch von sechs freundlichst dreinschauenden Herren überholt wirst, dann könnte es daran liegen, dass DragonForce mit dem Opener ihres aktuellen Outputs an dir vorbeirasen. Als wären sie auf der Hatz, geben sie hier eine Geschwindigkeit vor, bei der man das Gefühl hat, die Snare-Drum selbst kommt  nicht mehr hinterher. Furioser Einstieg, der ein ums andere Mal mit einer Thrash-Metal-artigen Beschleunigung akzentuiert wird. "The Game", so der Name des ersten Tracks, lässt zwischen all dem Speed auch großartige Harmonien frei, die dem Song den notwendigen Wiedererkennungswert verleihen.

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