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Voodoo Gods "Anticipation for Blood Leveled in Darkness" 2014 - Review

Trivialer Death Metal? Mit Nichten! Gewöhnlich ist Extrem Metal nur, wenn nichts der vorgetragen Songs im Oberstübchen hängen bleibt. Voodoo Gods sind davon sehr weit entfernt. Ob die physische oder eben die musikalische Leistung der Protagonisten für den Aha-Effekt sorgt, ist dabei völlig irrelevant. Als wir am 25. Juni 2014 den Artikel zum Video "RENAISSANCE OF RETRIBUTION" veröffentlichten, hat's das erste Mal klick gemacht. Vorgemerkt, fuhr es mir durch den Kopf, denn "RENAISSANCE OF RETRIBUTION" (Track 6) überzeugte nicht nur, nein - er löste das altbekannte Prozedere aus. Den Song noch einmal von vorn, Luftgitarre her, Drum-Sticks und Mikro raus und ab geht die Luci...ähm..der Lucifer.

Nachdem ich meine temporär in Szene gesetzte Einmannkapelle wieder unter Kontrolle hatte, blieb nur noch ein Wunsch, nämlich zu gegebener Zeit das komplette Album zu checken. Voodoo Gods enttäuschten mich hierbei nicht und legen mit "Anticipation for Blood Leveled in Darkness" ein beachtliches Werk vor. Beachtlich ist nicht nur die Musik, denn 13 Jahre nach Gründung der Band ein Debütalbum zu veröffentlichen, ist durchaus genauso nennenswert.

Voodoo Gods wurden ursprünglich unter dem Namen Shrunken Head ins Leben gerufen und sind seit ihrer Geburt vor allem von einem Problem geplagt: Viele bekannte Musiker sollten (wollten) unter einem Dach Großes vollbringen, wenn da nicht all die anderen Bands und Projekte gewesen wären, die dafür sorgten, dass es nicht so recht vorwärts gehen sollte. Nergal, der aufgrund seines vollgepackten Zeitplans mit Behemoth erst jüngst die Segel streichen musste, ist nur ein Beispiel für das allgegenwärtige Martyrium. An seiner statt übernahm der legendäre George "Corpsegrinder" Fisher (Canniabal Corpse) das Zepter am Mikrofon.

Doch nun zur Musik. Auf "Anticipation for Blood Leveled in Darkness" werden keine Weltrekorde in Sachen Brutalität und Geschwindigkeit aufgestellt. Das Album lebt von seinem Wiedererkennungswert, der durch Abwechslungsreichtum und durchdachten Songstrukturen vom Zaune gebrochen wird. Hierbei werden hauptsächlich klassische Elemente des Thrash- und Death Metals in den Fleischwolf gegeben, die mit den Zutaten Voodooismus, Anti-Christentum und den Geistern der Natur zu einem schwarzen Brei verarbeitet werden, der jedem Death Metal Jünger der alten Schule extrem gut munden dürfte. "RENAISSANCE OF RETRIBUTION" ist vielleicht der Song schlecht hin auf diesem Album, aber auch Tracks wie "The Termination of God" sowie "Wrath of the Invisible Children" wissen durchaus zu überzeugen. Je länger die Voodoo Götter rotieren, desto mehr Highlights lassen sich ausmachen. Insgesamt geht das Langeisen locker ins Blut und steht schon jetzt auf meiner Shopping-List ganz oben.

Fakten: Produktion stimmt, Vocals passen, Gefiedel bis zum Abwinken, Tempi aller Art, Lehrbuch-Geschredder und für derben Metal ungewöhnlich viele Hooks

Schlussfolgerung und logische Konsequenz:  Uneingeschränkte Empfehlung

 

Der Prior


 VÖ: 28.7.2014 / Saturnal Records


 

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