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Witches Of Doom "OBEY" 2014 - Review

Im Mai 2014 erschien "OBEY", das Debüt-Album der Römischen Doomster, die sich erst im Jahre 2013 gründeten. Witches Of Doom spielen eine Mischung aus Doom, Stoner und 'ner Prise Gothic, die hauptsächlich durch die Vocals von Danilo Piludu alias Groova in die gotische Ecke getrieben wird.

Und hier haben wir auch schon das erste Problem, denn all zu oft wirken die Vocals unausgegoren und damit etwas - sagen wir mal - gewöhnungsbedürftig. Schade eigentlich, denn an guten Melodien und Ideen mangelt es dem Mann hinter dem Mikrofon definitiv nicht. Manchmal braucht es einfach mehr Zeit, die Stimmbänder entsprechend in Wallung zu bringen, nicht wahr? Was ich jedoch sonnst höre, besitzt Potential und verlangt einfach nach einer Fortsetzung. Auch der großartige Pete Steele - Rest In Peace - hat in der Stimme von Groova seine Spuren hinterlassen. Je öfter "OBEY" läuft, desto mehr Parallelen zu Type-O-Negative lassen sich ausmachen, nicht nur gesangstechnisch.

Musikalisch geht "OBEY" bereits voll in Ordnung oder noch besser formuliert, der Rundling ist sehr abwechslungsreich und enthält auch den einen oder anderen Höhepunkt. "Rotten To The Core" zum Beispiel - ich liebe diesen Track schon jetzt - passt wie die Faust aufs Auge. Jeder Type-O Fan wird hier zufrieden abnicken. Klar, auch hier hört man des Sängers Defizite, aber letztlich zählt der Glaube an die Musik und diese ist auf dem besten Wege die nächste Stufe zu nehmen. Man spürt es förmlich! Da fehlt nicht mehr viel. 100 Shows mehr, 365 Tage später, ich bin mir sicher, werden uns Witches Of Doom ein wesentlich reiferes Album vorsetzen können.

Federico Venditti alias Fed liefert Gitarren-technisch bereits das volle Brett, insbesondere die Soli werten die Songs um Einiges auf. Track 2 (Witches Of Doom) weiß hier ausgesprochen gute Überzeugungsarbeit zu leisten. Die Produktion ist ansprechend, befindet sich aber noch im semiprofessionellen Bereich. Auch hier bin ich mir sicher, wird's in Zukunft noch zwei Kellen oben drauf geben.

Fazit: Großartiges Songmaterial, gute Gitarrenarbeit und viele interessante Ideen wurden in eine Form gegossen, die auf Anhieb gefällt, jedoch durch den Gesang und diverse Sound-Experimente Punktabzug erleiden muss. Die Produktion ist Ansichtssache - Pumpeffekte von Studiokompressoren sowie gelegentlich minimale & digitale Übersteuerung (Overflow) machen die Sache authentisch und sind akzeptabel. "OBEY" ist nicht perfekt - "OBEY" ist interessant und macht Lust auf mehr. Reinhören lohnt sich also. Da geht doch noch was - in Rom!

Der Prior


Witches Of Doom - Tracklist "OBEY"

01. The Betrayal
02. Witches Of Doom
03. To The Bone
04. Needless Needle
05. Crown Of Thorns
06. Dance Of The Dead Flies
07. Rotten To The Core
08. It's My Heart (where I feel the cold)
09. Obey


VÖ: 15.5.2014 - Sliptrick Records


 

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