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Black Star Riders "The Killer Instinct" Album Review

Die Tür flog auf, eine CD wurde sichtbar, 'nen ausgestreckter Arm hinten dran, am Arm war unser Zottel befestigt, überall wedelten Haare, während verheißungsvolle Worte - wie zum Beispiel: "Das Teil bekommt von mir 9 Talker" - die frohe Kunde vom Erscheinen des neuen Black Star Riders Albums untermauerten.

Alles klar Herr Zottel, schoss es mir durch den Kopf und vor allem, her mit dem Silberling, damit wir deine übermütigen Aussagen überprüfen können. Da uns bis zum heutigen Tag noch nicht einmal lausige Promo-mp3s vorlagen, kam uns die vorzeitige Lieferung gerade recht. Wie gewonnen, so zerronnen, waren die letzten Worte, die der eben noch stolze Besitzer einer CD aus der Ferne hörte. Unserem Zottel eröffnete sich ein völlig neuer Horizont, zumindest was den Titel des Albums "The Killer Instinct" angeht.

Rein ins Auto, Abfahrt...und Play! Ahhh, der Sound ist schon einmal genehmigt. Satt und sauber schiebt lässiger Classic Rock moderate Grooves vor sich her. Schnell wird mir klar, unser Zotteltier, der Herr der Discographien, könnte eventuell - aber auch wirklich nur eventuell - Recht haben. Doch was ist das? Schanana, Schanana, tönt es kitschig aus den Kalotten. "Finest Hour" (3), dein Arsch steht auf meiner Liste! Sorry, aber diese Nummer ist raus!

Drei Säulen tragen dieses Album: Ricky Warwick, Scott Gorham und Damon Johnson. Insbesondere das 6-Saiten-Duo Gorham/Johnson sorgt für großartige Momente auf "The Killer Instinct". Soli, die irgendwo unter der Epidermis verschwinden, den Körper durchpflügen, Nerven freilegen, in der Nähe des Seelenfundaments austreten und nichts als eine verdammte Gänsehaut hinterlassen, bei deren Anblick sogar Donald Duck vor Neid erblasst. Die mehr als solide Gesangsleitung von Ricky Warwick treibt einen dabei automatisch in die Ära der Hochzeit von Thin Lizzy, auch wenn man sie nicht erlebt hat. Ihre Vergangenheit können die Riders einfach nicht leugnen. Müssen sie auch gar nicht, denn im Endeffekt spielen sie verdammt coolen Rock auf höchstem Niveau, der sich definitiv nicht vom Ballast vergangener Tage befreien muss.

Anspieltipps? Genau, nicht Nummer 3! Den Rest lasst laufen! Die Black Star Riders beweisen mit "The Killer Instinct", dass sie nach wie vor zum Besten gehören, was die Szene zu bieten hat. Hand drauf, ein guter Whiskey muss reifen. Prost! Hatte unser Zottel mit 9 Talkern wohl doch recht! Und ja, ich gebe ihm das Album zurück.

 

Dirk


VÖ: 20.2.2014 Label: Nuclear Blast Records



 

Pretty Maids " Future World " 1987

Pretty Maids' Future World von 1987 ist mir leider erst in den neunziger Jahren unter gekommen. 1987 musste ich Kreator und Slayer hören. Damals hatte ich noch keine Ohren für die aus Dänemark stammende Band, welche 1981 ursprünglich als Coverband gegründet wurde. Die Musik von Pretty Maids ist sehr einfach zu umschreiben. MEHR ACHTZIGER JAHRE GEHT NICHT! Wie bei jedem Album gibt es auch hier eine Geschichte zu erzählen, jene das Zusammentreffen meiner Ohren mit den Protagonisten beschreibt.

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