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Machine Head "Bloodstone & Diamonds" Review

Mein lieber Scholli!!! In Sachen Schwermetal-Musik wurden in diesem Jahr bereits wahre Rohdiamanten veröffentlicht, die wohl noch einige Zeit in den Plattenspielern der Fans zu vollendeter Perfektion geschliffen werden. So reihen sich auch Machine Head mit ihrem neuen Rundling "Bloodstone & Diamonds" in diese Rangfolge der wohl schönsten Scheiben des Jahres ein.

Mit neuem Line-Up am Start (Adam Duce verließ die Band im Februar letzten Jahres), durfte man als Fan doch gespannt sein, wie sich das Bay-Area-Thrash-Quartett nach dem stark umjubelten "Unto The Locust" Album präsentieren würde.

Los geht die wilde Fahrt auch schon mit "Now We Die", was durch seine präsenten Thrash Riffs dem ein oder anderen schonmal den ersten Schlag in die Magengrube versetzen dürfte. Wie man es von Machine Head seit "The Blackening" fast gewohnt ist, verfügen die Jungs über Songwriting-Fähigkeiten, die ihres gleichen suchen. Symphonische Streicher-Passagen, walzende Mid-Tempo-Parts und Cleangesang, der einem die Gänsehaut bis zur Kopfhaut krabbeln lässt - all diese Elemente in EINEN Song gepackt ergeben eine Abwechslung, die manche Musiker nicht in einem Album an den Tag legen können. Das weit im Voraus veröffentlichte "Killers & Kings" ist für Machine Head Verhältnisse eher durchschnittlich und lässt von der angedeuteten Kreativität nicht viel durchblicken.

"Ghosts Will Haunt My Bones" dürfte rifftechnisch die Fans der ersten Stunde ansprechen. Gitarrensounds, die an Geräusche einer schwerfälligen und monströsen Maschine erinnern, neben Klampfen, die eingängiger und perfekter kaum tönen könnten, bilden den musikalischen Kontrast zu einem gesanglich äußerst gut aufgelegten Rob Flynn. Dieser Song wird live dann wohl auch den letzten Metalhead in den Moshpit befördern. Unweigerlich ein erster Höhepunkt des neuen Machwerks!! "Sail Into Black" fällt jedoch aus allen Schemata, die Machine Head sich selbst erbaut haben. Dieser Song schafft in den ersten 4 Minuten eine Atmosphäre, die den Hörer urplötzlich an den Bug eines Piratenschiffes versetzt. Der schwere, dichte Nebel sowie die Gischt in der rauen Seeluft sind förmlich spürbar. Im letzten Teil des Songs schnappt sich der Bay-Area-Vierer dann endlich das lang ersehnte Pulverfass und lädt die bedrohlichen Bordkanonen durch. Ein wahnsinnig guter Song, der tatsächlich von seiner Stimmung lebt! "Beneath The Slit", ein standesgemäßer Midtempo-Brecher mit eingängigem Refrain, unterlegt mit eben diesen typischen Machine Head Riffs der 90er Jahre, versetzt dich im Handumdrehen in genau  diese Ära der Neo-Thrasher. Burn My Eyes und The More Things Change lassen grüßen. "Game Over" zieht einem dann aber auch den letzten Zahn aus der Kauleiste. Rob Flynn baut gesanglich eine Stimmung auf, die so greifbar ist wie der Hals einer Stark-Strom-Gitarre. Für mich der Höhepunkt auf "Bloodstone & Diamonds". Den krönenden Abschluss bildet "Take Me Through The Fire" und unterstreicht wieder einmal aufs neue die Riffgewaltigkeit dieser Combo.

"Bloodstone & Diamonds" dürfte wohl ein eher umstritteneres Machine Head Album sein, denn der Weg, den Rob Flynn und Co mit "The Blackening" und "Unto The Locust" eingeschlagen haben, wird hier mit älteren Elementen der Band-Geschichte konsequent weitergepflastert. Ich habe mich aufgrund der Kompromisslosigkeit und Härte schon lange nach genau diesen Bausteinen gesehnt und bin deshalb froh, dass meine Gebete erhört wurden. Machine Head streifen mit "Bloodstone & Diamonds" Teile des Old-School Gewands über und es steht ihnen immer noch verdammt gut. 8/10 Tal(k)ern

Robby


VÖ: 7. November - Label: Nuclear Blast Records


Beyond The Black "Heart Of The Hurricane" Album Review

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