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The Duskfall - "Where The Tree Stands Dead" - Review

Bereits am 21. November 2014 beehrten uns die Schwedischen Melodic Deather The Duskfall mit ihrem aktuellen Longplayer "Where the tree stands dead". Das Langeisen erschien über Apostasy Records und ist das 5. in der Geschichte der Band. Apropos Band, viel ist von der einstigen Besetzung nicht mehr übrig, denn lediglich Gitarrist Mikael Sandorf weiß aus einer Zeit vor Auflösung im Jahre 2008 zu berichten. Folglich haben wir es mit einer personellen Runderneuerung zu tun, die Vergleiche zu Vorgängeralben in einem anderen Licht stehen lässt.

Play! Roh und ungeschönt schreddern mir die ersten Töne von "To The Pigs" ins Antlitz. Für zeitgemäßen Melodic Death Metal fast schon etwas trotzig. Das Tuning der Gitarren wirkt punkig und sehr eigenwillig. Ein Alleinstellungsmerkmal? Jetzt aber bloß die Studiokopfhörer aufgesetzt und das Ganze noch einmal von vorn. Play! Und richtig, ich werde das Gefühl nicht los, dass es hier erhebliche Schwierigkeiten bei den Aufnahmen gab, zumindest im ersten Teil des Albums. Von leichten digitalen Overflows bis hin zu urplötzlich auftauchenden Effekten, ist hier alles auszumachen. Achtet mal im ersten Track auf die Drums, denn genau bei 1:08 min drückt ein dumpf halliger Snare-Effekt ohne Vorankündigung aus dem Hintergrund direkt ins zentrale Wahrnehmungs-System.

Konzentrieren wir uns also auf die Songs. Härtegrad? Passt! Standard? Gut! Wiedererkennungswert? Da wird es schon etwas schwieriger, selbst nach dem dritten Durchlauf will mir das Material nicht so richtig im Kopf hängen bleiben. Es fehlt an Hooks, einprägsamen Melodien und auch Harmonien. 3 Elemente, die dem blumigsten Tod in der Szene ihren Namen gaben. Ei, der Daus! Track Numero zehn frisst sich dann doch noch in die Gehörgänge. Hier ist es definitiv die Gitarrenarbeit, die wirklich zu überzeugen weiß und für einen Earcatcher sorgt. So stell ich mir das vor. Yeah, so muss es klingen, wenn Melodic Death Metal auf der Verpackung steht!

Obwohl hier gestandene Szenegrößen (u.a. Magnus Klavborn – Vocals ex-Engel) am Werk waren, will der Euphorie auslösende Funke nicht so recht überspringen. Es liegt mir wirklich fern, die Leistung, vergossenen Schweiß und das Herzblut der Musiker durch ein paar Worte in den Schatten zu stellen. Vielleicht wurde die Dynamik der einzelnen Tracks auch wegproduziert. Hier würde ein Live-Auftritt der Jungs Abhilfe schaffen und eventuell das Gegenteil beweisen, doch mit dem vorliegenden Tondokument werde ich einfach nicht warm. Mehr als 6,5 Tal(k)er sind einfach nicht drin.

 

Dirk

 


VÖ: 21. November 2014  Label: Apostasy Records 


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Tracklist

  • 01. To The Pigs
  • 02. Farewell
  • 03. I Can Kill You
  • 04. Where The Tree Stands Dead
  • 05. We The Freaks
  • 06. Endgame
  • 07. Hate For Your God
  • 08. The Charade
  • 09. Burn Your Ghosts
  • 10. Travesty
  • 11. We Bleed
Ringworm "Hammer Of The Witch" 2014

Plattenknistern...und los!!! Schimpf und Schande über uns alle! Grund Gütiger, ist das ein hasserfüllter - sagen wir mal - Gesang. So stelle ich mir die verbale Grundlage eines Tobsuchtanfalls vor. Mein hauseigener Indikator hat umgehend alle Türen verschlossen, die einer Verbesserung der Akustik dienlich sind und Schallwellen aus dem Büro von metaltalks.de abhalten könnten. Herrlich, wenn dieses Barometer ausschlägt, gibt es in der Regel schon einmal 'nen Bonuspunkt. Ringworm haben sich auf dem Hexenhammer-Album definitiv der Herausforderung gestellt, die Nervenkostüme der potentiellen Kunden - nämlich uns - arg zu überlasten.

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