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Infernal Manes "Infernal Manes" 2015 - Review

Kultig und klassisch tönt es aus den Lautsprechern. Noch eine dem Trend folgende Veröffentlichung im Stile der New Wave Of British Heavy Metal? Nicht ganz, denn laut Label-Info gibt es Infernal Manes bereits seit Mitte der Neunziger. Die vorliegenden Aufnahmen stammen aus dem Jahr 2004 und stellen aller Voraussicht nach eher eine Anthologie des Schaffens der Norweger dar.

Infernal Manes haben sich der Musik der frühen Scorpions, Judas Priest, Mercyful Fate, Manilla Road, Accept und auch Iron Maiden verschrieben, zumindest gibt auch das die Label-Info zu Protokoll. Zehn Jahre altes Material, einer Band, die sich zehn Jahre vor den Aufnahmen gründete, um Musik zu spielen, die wiederum über ein Jahrzehnt älter ist als die Band selbst? Ob das nun Sinn macht, ich weiß es wirklich nicht. Sicher, die Musik ist mir wesentlich lieber als hochglanzpoliertes Brüllaffen-Geschredder.

Haken wir das Album also ab und freuen uns auf neues Material der Jungs? Mit Nichten! Ganz so schnell kommen mir Infernal Manes nicht davon, schließlich haben sie selbst das Langeisen in die Waagschale geworfen und wollen in absehbarer Zeit auch mit neuer Musik um die Ecke kommen. Kultiger Sound, im Fahrwasser der NWOBH, reicht das? Nein, da muss wesentlich mehr kommen. Nicht umsonst haben zuvor genannte Bands alle samt Songs am Start, die man auch nach Jahrzehnten noch mitsingen kann. Es fehlt dem Material von Infernal Manes schlicht weg an Wiedererkennungswert. Hier muss in Zukunft definitiv der Qualitäts-Hammer auf den Amboss schlagen. Da Sänger TJ Cobra die Band damals kurz nach den Aufnahmen verließ, wird es ein Wechsel am Mikro geben und hoffentlich auch 'ne eindeutige Verbesserung bezüglich des Gesangs hervorrufen.

Die Stärken der selbst betitelten Scheibe liegen eindeutig im Gitarrenspiel, was gerade während des Titeltracks sehr gut zu hören ist. Mit "Come To The Sabbath" legen Infernal Manes noch einen Cover-Bonus oben drauf, der grundsätzlich nicht schlecht umgesetzt wurde, aber dem Original von Mercyful Fate bei weitem nicht das Wasser reichen kann. Unterm Strich bleiben kultiger Sound und gutes Gitarrenspiel auf der Habenseite. Der Rest tönt austauschbar und lässt in mir den Wunsch aufkeimen, dass das kommende Material wesentlich mehr Substanz zum Vorschein bringen muss. Mehr als 6 Tal(k)er sind beileibe nicht drin.

 

Dirk


VÖ: 12. Januar 2015 - Label: Edged Circle Productions



 

Generation Kill "We're All Gonna Die" 2013

Die Band Generation Kill muss es wissen! Wir werden alle sterben! Im übertragenen Sinne fasst der Albumtitel kurz und knapp das Ergebnis sowie die Folgen unseres rücksichtslosen Daseins zusammen. Die Musik von Generation Kill passt in die heutige Zeit wie 550 Geschosse in den Lauf eines M60's, nur brauchen Rob Dukes und seine Mannen wesentlich mehr Zeit, um ihre Bullets erbarmungslos auf den Feind abzufeuern. Ein M60 benötigt dafür lediglich eine Minute, Generation Kill lassen es dafür geschlagene 40 Minuten krachen, in denen sie mit klassischem Thrash Metal, knallharten Texten und jeder Menge Herzblut eindrucksvoll beweisen, dass ihr Debut-Longplayer "Red, White And Blood" keine Eintagsfliege war.

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