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Tip The Balance "Tip The Balance" - Review

Mein lieber Herr Gesangsverein! Acht Musiker, bunt gemischt, alle mit unterschiedlichem musikalischen Background, komponierten hier ein interessantes Konzeptalbum, das es nun zu entdecken gilt. Wirklich erstaunlich, was es auf "Tip The Balance" zu hören bzw. auch zu fühlen gibt. Man sollte sich schon etwas intensiver mit diesem Album beschäftigen, damit man all die Elemente und Facetten aufnehmen kann. Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse steht natürlich im Mittelpunkt dieser Langrille.

2 altbekannte Gegensätze, die die Band in Form von zwei verschiedenen Genres des Heavy Metals zum Leben erweckt. Als da wären: Power/Prog Metal und Thrash Metal, die dem Image entsprechend für Gut und Böse stehen. Sehr geile Idee, wie ich finde. Untermauert wird die Rivalität der alten Erzfeinde durch ein Vokal-Konzept, das die jeweils richtigen Stimmungen durch Growl- und Screampassagen für das Böse - und wie sollte es auch anders sein - klaren sowie kraftvollen Metal Gesang für das Gute erzeugt. Nichts Neues, aber absolut detailverliebt umgesetzt. Rein musikalisch hat „Tip The Balance“ alles zu bieten, was Freunde der oben genannten Stile mögen. Thrash-Gewitter kämpfen gegen Power/Prog. Feinste Melodien, ausgereifte Gitarrenarbeit und  dem Konzept gehorchend - abwechslungsreicher Gesang, der die  zu verkörpernden Charaktere hervorragend in Szene setzt. Dazu gibt es wunderbare Keys, die mich ab und zu an die Meister ihrer Klasse - nämlich Dream Theater - erinnern. Dabei werten die orchestralen Arrangements den Gesamtsound des Albums effektvoll auf.

Immer und immer wieder kämpfen sich  Gut und Böse durch die Partituren des achtteiligen Tip The Balance Albums. Instrumental wie auch stimmlich wird der geneigten Hörerschaft ein Film in Form von Musik dargeboten. Anspieltipps sind bei einem Konzeptalbum natürlich nicht so einfach, aber „Protector Of The Brave“, das überragende „Voices“ und „Epilogue“ sind in jedem Falle genial umgesetzt. Vor dem Hintergrund, mit dieser extravaganten Konzept-Idee und dem damit verbundenen Aufwand, "Tip The Balance“ zu einem besonderem musikalischen Erlebnis werden zu lassen, ist es einfach schade, dass das künstliche Drumming die Konturen der Musik geradezu verschwimmen lässt. Klar, der Drum-Computer ist 100% präzise, aber der Mensch ist es eben nicht und diesen Gegensatz hört man dem Album eben auch an, mal abgesehen davon, dass die elektronischen Drums über weite Strecken nicht nur programmiert, sondern auch flach klingen.  Gut und Böse hatten hier also auch ihre Finger im Spiel. 

Das Album wird nicht jedermanns Sache sein, aber ich denke, das soll es auch nicht. Leute, die nicht unbedingt an ihren Soundvorstellungen festhalten wollen, können das Teil bedenkenlos checken. 100 Live-Shows, reale Orchesteraufnahmen und 'nen Mensch hinter der Schießbude, würden das wahre Potential dieser kurzweiligen Reise ins Reich von Gut und Böse offenbaren.  Übrigens, das Coverartwork ist richtig gut.

 

Torsten

7/10 Tal(k)ern 

VÖ: Dezember 2014  Label: Logischdenker Records



 

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