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Sylosis "Dormant Heart" - Review

Sylosis' "Dormant Heart" gehört zu den Alben, die vom ersten Ton an sehr gefällig sind. Das Gespür der UK-Death-Thrasher, eingängige Harmonien wirkungsvoll einzusetzen, ist dafür genauso verantwortlich wie die megafette Produktion. Anhänger todbringender Stahl-Vertonungen werden sich direkt wohlfühlen und vermutlich nur noch nach dem Hammer-Song, dem sogenanten ultimativen Übersong Auschau halten. Doch hält "Dormant Heart", was die ersten Töne versprechen?

Oftmals können Outputs, die sofort gefallen und direkt ins Blut gehen, nicht mit Tiefgang und Raffinesse punkten. Das vierte Album der Band, die sich im Jahre 2000 gründete und bereits 2007 bei Nuclear Blast Records unterschrieb, hat jedoch außer eingängigen Harmonien und einer excellenten Produktion in der Tat mehr zu bieten. Prog Metal, das Stichwort heißt: Prog Metal. Sylosis bringen durch eine ordentliche Prise Prog die notwendige Abwechslung ins Spiel und trotzen somit der Langenweile, die sie mit progressiven Puzzleteilen dauerhaft aus ihren Songs verbannen.

Stampfende Grooves, düstere Melodien, vertrackte Passagen, finstere Vokals, 6-Saiten-Gefrickel, Thrash Metal-Galopp, fettes Riffwerk und auch doomige Elemente werden von Sylosis auf höchsten Niveau verarbeitet. Schubladen kann man getrost verschlossen halten, denn die Engländer lassen sich wirklich sehr schlecht kategorisieren. Zwar sind Death, Thrash und auch Prog durchaus repräsentativ, doch sollten diese Begriffe nur als grobe Richtung dienen.

Die stärksten Momente offenbaren sich allerdings, wenn Sylosis mit scheinbarer Leichtigkeit epische Melodien mit tödlichen Riffs verbinden. Höre ich da etwa ein wenig klassischen und vor allem melodischen Göteborg Schweden Flames ...ähm Death heraus? "Leech" und auch "Mercy" sind diesbezüglich zwei hammerstarke Tracks, die außerordentlich gefällig tönen und auch der Suche nach dem ultimativen Song auf die Sprünge helfen sollten. Prog-Liebhaber werden wohl eher Songs wie den Titel Track oder "To Build A Tomb" bevorzugen. Ich weiß es langsam auch nicht mehr, aber ich bin mir definitiv sicher, das Album wächst und wächst und wächst. Mitunter schäme ich mich für meine anfänglichen Gedanken, die nach vier Beiträgen auf metaltalks.de, einem Stream-Durchlauf vor zwei Tagen sowie dem ersten Review-Listening, das Album irgendwo bei 7-7,5 Talkern eingeordnet haben. Zum Teufel mit diesem schändlichen Gedankengut, denn mit "Dormant Heart" kommt dieser Tage ein wirklich sehr gutes Album auf uns zu, das nicht weniger als 9/10 Talkern verdient hat. Ein Muss!

 

Der Prior

9/10 Tal(k)ern

VÖ: 16.1. 2015 Label: Nuclear Blast Records



 

JC Crash - Electrified - Review

Jonny Crash bzw. JC Crash veröffentlichten am 29. Januar 2016 ihr drittes Album. Dieses Album im Detail auseinanderzunehmen, macht im Grunde absolut keinen Sinn, denn jeder rockliebenden Seele auf diesem gottverlassenem Erdball wird schon nach den ersten Minuten auffallen, dass es sich hier um kompromisslosen Rock handelt, der ganz selbstverständlich und ungeniert den mächtigen AC/DC nacheifert.

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