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HATEFUL AGONY "FORWARD INTO DOOM" 2015 - Review

Thrash Metal, wieder und wieder! Auch die Münchener Hateful Agony haben sich dem guten alten Gebolze verschrieben. Immer schön im Arbeitsrhythmus und das seit 1997.

Man fragt sich natürlich schon, warum die Gemeinde erst anno 2015 das Debüt der Band kredenzt bekommt. Sicher, 1997 war keine gute Zeit für den Thrash Metal, jedoch kann man auch davon ausgehen, das der übliche deutsche Wahnsinn - Arbeit - Geld - Lebensstandard - auch den Tatendrang von Hateful Agnoy in die Schranken gewiesen hat. Hinzu kommt, dass der ohnehin überschwemmte Musikmarkt keine Gnade kennt.

Ganz neu ist "FORWARD INTO DOOM" allerdings auch nicht, denn diese Langrille ist quasi ein Re-Release der bereits 2012 veröffentlichten Eigenproduktion. Geht man etwas in die Tiefe, stellt sich schnell heraus, dass es noch 3 weitere Label-unabhängige Alben in der Discographie der Münchener Thrasher gibt. Und wenn wir schon mal dabei sind, 'nen Demo, 'ne Split und 2 Compilations stehen ebenfalls auf der Uhr.

Nun zur Musik: Hateful Agony spielen lupenreinen Thrash Metal, so wie wir ihn in den Jahren nach der NWOBH zu Hauf um die Ohren bekommen haben. Keine Faxen, keine Experimente - GO AHEAD! Puristen werden ihre helle Freude an diesem Werk haben. Wer's anspruchsvoller mag, wird mit dem Rundling schnell an seine Grenzen stoßen. Im Grunde ist es einen Gewissensfrage. Thrash in seiner reinsten Form? Spaß an der Sache? 80iger Ufta-Ufta-Feeling? Darf's auch ein wenig mehr sein? Vielleicht noch einen Schluck Radioaktivität aus der Kalten Krieg-Pulle?  Sollt ihr bekommen! Aus dieser Sicht sind alle Kriterien erfüllt und im Endeffekt kommt es auch genau darauf an. Hateful Agony spielen mit Leib und Seele die Musik, von der sie selbst voll und ganz eingenommen wurden. Wenn dann und wann noch einprägsames, schmutzig sägendes Riffing aus dem Sechs-Saiter kläfft, das von giftigen Soli begleitet wird, ist doch die Welt in Ordnung. Das reicht euch nicht? Ok, es gibt auf der 2015er Version noch 3 exklusive Cover Tracks von Carnivore, Sadus und Metal Church on top.

Ich bin mir nicht sicher, ob die Welt "FORWARD INTO DOOM" braucht. Doch eins steht fest: Thrasher der alten Schule werden sich das Teil zufrieden schmunzelnd ins Regal sortieren.

 

Dirk

7,0/10 Tal(k)ern

VÖ: 27.2.2014 Label: Violent Creek / Soulfood Music



 

ALMAH "Unfold" 2013

Fein, fein, was sich hier meinen Ohren eröffnet. ALMAH wurde ursprünglich im Jahr 2006 als Soloprojekt von Eduardo Falaschi - dem ehemaligen Angra-Sänger - ins Leben gerufen. Im Frühjahr 2012 hing Edu Falaschi seinen Job bei Angra endgültig an den Nagel, um mit ganzer Kraft seinem neuen Zögling ALMAH zu dienen. Ich denke, das hört man dem aktuellen & vierten Longplayer in der Geschichte von ALMAH auch an, denn hier wird nichts dem Zufall überlassen. Die Kompositionen klingen ausgereift und versprühen zu keinem Zeitpunkt Langeweile.

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