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Waverly Lies North "A Soul In The Void" Album Review

Schade eigentlich, denn die erste Kostprobe des Albums suggerierte wesentlich mehr.

Die Franzosen Waverly Lies North haben mit "A Soul In The Void" wirklich ein volles Pfund abgeliefert. 'Ne Ansprechende Produktion, fette Sechssaiter-Wände, super Ideen, orchestrale Eruptionen und das alles verewigten sie auf einem hochwertigen Digi-Pack. Mir liegt es wirklich fern, aber im ersten Satz des Reviews habe ich ja bereits eine Wertung abgegeben, die darauf hindeutet, dass hier nicht alles Gold ist, was anfänglich zu glänzen schien. Ich freue mich keinesfalls, diesem Album eine Abfuhr zu erteilen, denn wer will schon eine Kritik lesen, deren Ende durch eine negative Bewertung ihren unrühmlichen Niedergang erfährt. Ich nicht, Ihr nicht und die Band am allerwenigsten. Die CD liegt aber nun einmal auf dem Tisch und ich kann auch nach dem sechsten Durchlauf einfach keinen Song finden, der mich wirklich fesselt oder mir ein wohlwollendes Nicken abringt.

Produktion und Gitarrenarbeit gehen wie gesagt klar, doch dann kommt das große Entsetzen. Melodien und der damit verbundene Gesang kommen zu keinem Zeitpunkt - und damit meine ich wirklich zu keinem Zeitpunkt - auch nur ansatzweise in die Nähe einer wahrnehmbaren Harmonie, aus der der mitteleuropäische Konsument Zufriedenheit schöpfen kann. In anderen Kulturkreisen geht doch schon mal der ein oder andere schräge Ton als Standard durch, doch damit haben wir auf dem alten Kontinent wohl eher weniger am Hut. Ich frage mich ernsthaft, warum wirklich niemand der Band im Vorfeld gesagt hat, dass gerade und ausschließlich der Gesang einer Verbesserung bedarf. Lediglich der Track "Aria Nocturna" kann - aufgrund des weiblichen Gesangs im Refrain - ein paar Punkte sammeln. Hat sich wieder einmal keiner getraut der Band die Wahrheit zu sagen, nicht wahr?

Ebenfalles sehr fraglich, ist der über weite Strecken sehr klinisch klingende Drum-Sound. Hätte ich nicht 'nen Menschen auf dem Video hinter der Schießbude gesehen, würde ich auf eine Maschine tippen. Nun gut, lassen wir das und widmen uns dem Resümee. Aus Respekt vor den Künstlern, der Gewissheit, dass jeder Musiker sein Bestes gibt, setze ich für "A Soul In The Void" 50 Prozent der erreichbaren Punkte an. Ohne Zweifel haben Waverly Lies North Potential, aber irgendwie fehlt dem Album das Lebendige, die Seele oder was auch immer. Das Drumherum stimmt sowieso, nur muss das Ganze mit Leben erfüllt werden.

 Dirk

5/10 Talkern


VÖ: 2014  Label: Brennus Music



Grave Digger "Return Of The Reaper" 2014 Review

Am 20. März 2014 haben wir erstmalig über das neue Album von Grave Digger berichtet. Seit dem sind fünf Beiträge über unsere Website geklettert und nun ist der Tag der Veröffentlichung in greifbare Nähe gerückt. Grave Digger gehören in die Heavy Metal Szene, wie der Nagel in den Sarg. Denkt man an Grave Digger, fallen einem automatisch 2 Alben ein. "Heavy Metal Breakdown" und "Tunes Of War". Ersteres ist der Kult-Klassiker aus den Achtzigern und "Tunes Of War" der Überflieger aus den Neunzigern. In meinem Universum müssen sich alle Alben der Totengräber an eben diesen beiden Werken messen lassen.

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