1. Releases

  2. Interviews

  3. Live-Dates

  4. Verlosung

  5. Shirt-Talks

  6. wir hören



Bonfire "Glörious" Album Review

Die Liste der Bands, die sich noch einmal mächtig aufbäumen, um der Szene zu zeigen, dass noch immer mit ihnen zu rechnen ist, wird immer länger. Warum also nicht mal ins neue Album der Ingolstädter Bonfire reinhören?

Nicht nur "Glörious" ist neu, Bonfire haben Anfang 2015 ebenfalls ihren neuen Sänger vorgestellt. David Reece (u.a. Ex-Accept, Sircle Of Silence & Gipsy Rose) heißt der neue Mann am Mikrofon. Zur Info: Einzig verbliebenes Gründungsmitglied ist Hans Ziller, der nach seinem Ausscheiden im Jahre 1989, seit 1996 konstant dabei ist.

Der erste Durchlauf macht ganz klar deutlich: David Reece kann singen, klingt authentisch und verleiht dem Gesamtsound der Hard Rocker eine etwas schwerere Note. Und noch etwas ist mir aufgefallen: An "Glörious" klebt nach Hard Rock-Bewertungsmaßstab kein Schmalz! "Glörious" präsentiert sich also erst einmal solide. Einer 2. Runde steht also nichts im Wege.

Tja, und Runde zwei konzentriert sich ganz auf die Suche nach den Ear-Catchern. Ich denke, mit dem Titeltrack "Glörious" (Song 6) haben Bonfire auch einen sogenannten Ohrwurm im Gepäck. Anfänglich etwas verhalten, avanciert dieser Track nach dem ersten Drittel zu einem großartigen Hard Rocker, der mich direkt an Avantasia erinnert. Da wo Bonfire herkommen, wollte Tobias Sammet mit Avantasia hin. Ingolstadt? Nein, nein - ich meine Hard Rock mit eingängigen Melodien, nur das Herr Sammet ursprünglich mit Metal ins Rennen gegangen ist und damit etliche alte Fans vor eine große Herausforderung stellte. Fakt ist, "Glörious" ist ein fantastischer Song, der mit seinen Chören dem Ganzen die Krone aufsetzt.

Ach so, hab ich's schon erwähnt? Macht's laut! Macht das Album verdammt noch einmal so laut, dass Eure Nachbarn denken, die sorglosen achtziger Jahre sind zurück. Das ist es, denn Alben wie "Glörious" befördern den Zuhörer unweigerlich in diese Epoche. Wallende Lockenmähnen, höhenlastige Breitwand-Power-Chords und verträumte Soli, treffen auf ein Lebensgefühl, das von ausufernden Träumen und großartigen Erfolgsgeschichten geprägt wurde. Songs der Marke "Nothin At All" und auch ""Free Wind Desperado" unterstreichen das eindrucksvoll. Letzterer erinnert stellenweise sogar an Judas Priest, was nicht zuletzt auf anfängliche Gesangspassagen zurückzuführen ist, mal ganz abgesehen von der Motorrad-Attitüde.

So denn, wer Hard Rock mag, der wird an diesem Werk seinen Gefallen finden. Das in Mailand produzierte Album hält gen Ende noch 3 Leckerbissen bereit, nämlich die Neuaufnahmen der beiden größten Bonfire Rockhits "Sweet Obsession" und "American night". Als Bonus gibt's das allseits bekannte  "With A Little Help From My Friends" von den Beatles, das wirklich sehr gut umgesetzt wurde und mich dabei verdammt an Guns N' Roses erinnert. "Glörious" ist ein sauberes Hard Rock Album mit vielen Höhepunkten! Ich kann es nicht ändern - 8 Talker müssen her.

 

Dirk

8/10 Talkern


VÖ: 24.4.2015  Label: Bonfire - Borila Records 


In Verbindung stehende Beiträge


 

GLOOMBALL "The Quiet Monster" Album Review

Es gloomt und ballt, das ruhige Monster. CD rein, play! "The Quiet Monster" geht definitiv direkt in die Blutbahn.

Weiterlesen ...