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CAVE OF SWIMMERS "Reflections" Album Review

Cave Of Swimmers? Ist das nicht eine Höhle in Ägypten, in der 1933 Wandmalereien entdeckt wurden, die Schwimmende Figuren abbilden? Ja, ich weiß - Quelle ist hier nicht meine Hirn, vielmehr gilt Wikipedia unser Dank.

Cave Of Swimmers ist aber auch eine Band aus Florida (Miami), die genau aus 2 Mitgliedern besteht, sich Mitte der 2000er Jahre gründete und sich steinigen, schlammigen sowie schleppenden Rock bis Metal auf die Höhlenwand gekritzelt hat. Ursprünglich aus Venezuela stammend, haben Guillermo und Arturo während ihrer Zeit in Miami mit Cave Of Swimmers eine ganz eigene Art gefunden, Rockelemente vergangener Epochen und Doom Metal auf kreative Weise miteinander zu verbinden. Dabei sind die beiden Talente an vielen Instrumenten zu Gange, die sie Live in dieser Quantität wohl kaum bedienen können und hoffentlich von Session-Musikern unterstützt werden. Besonders Guillermo dürfte mit Bass, Gitarre, Keyboards und dem Gesang gänzlich überfordert sein.

"Reflections" ist nunmehr das zweite Album des Duos. Geboten werden 4 Songs mit einer Gesamtlänge von knapp über 30 Minuten. Track 5 ist lediglich eine Radio-Edit-Version des Openers, aber durchaus gerechtfertigt, denn "The Prince Of The Power Of The Air" hat es in sich. Besonders die Vokals drücken direkt unter die Epidermis, dabei erinnern mich einige Tonlagen ein ums andere Mal an den mächtigen Messiah Marcolin von Candlemass. Aber auch die übrigen Songs sind nicht nur außergewöhnlich lang und trotzdem kurzweilig, sie versprühen unendliche Energie, halten diverse Überraschungen bereit und enden nicht selten in sehr intensiven als auch tranceartigen Soundgewittern. Lange Rede - kurzer Sinn, das Album ist schwer zu empfehlen´. Wenn der Gesang nicht manchmal ins experimentelle und undefinierbare Irgendwas abdriften würde, wie zum Beispiel in Song 3 (Still Runnig), dann könnte man "Reflections" durchaus höher bewerten. So bleiben "nur" solide 8 Talker stehen. Dennoch, ich bin wieder einmal begeistert.

 

Dirk

Cave Of Swimmers veröffentlichten vor ein paar Tagen die Single "The Prince Of The Power Of The Air", die sie auf ihrer hauseigenen BandCamp-Seite zur Verfügung stellten. Lauscht mal rein, es lohnt sich.


VÖ: 04.05.2015 Label: Indipendent




 

Angra "Sercret Garden" - Review

Angra's "Sercret Garden" - auf dieses Review habe ich mich schon vor vier Wochen gefreut. Nicht, dass ich von der ersten Sekunde an voll überzeugt war. Nein - ganz im Gegenteil, denn der erste Durchlauf trieb mir wirklich kein erlösendes Grinsen ins Gesicht. Dafür ist das neue Album mit jedem Hören gewachsen...und zwar ganz gewaltig. Das nunmehr achte Studiowerk der 1991 gegründeten Brasilianer ist verdammt komplex und angelt auch aus der aller letzten Ecke fantastische Melodien, die sich dem Zuhörer eben nicht sofort erschließen.

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