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Wolfheart - Tyhjyys - Album Review

So, nun ist es endlich wieder soweit, es naht der Zeitpunkt, an dem der geneigten Hörerschaft mal wieder ein Festmahl kredenzt wird. Wolfheart aus Finnland zeichnen sich hierfür verantwortlich und liefern nun schon zum dritten Mal ein hochqualitatives Produkt ab.

Warum nur kommt aus dem hohen Norden soviel Qualität? Liegt es an der langanhaltenden Dunkelheit? Haben die Menschen dort einfach mehr Zeit oder liegt es der dort lebenden Bevölkerung bereits in den Genen? Keine Ahnung, ist sicher auch nicht wirklich wichtig, jedoch muß festgehalten werden, daß die Qualitätsdichte im Land der tausend Seen enorm hoch ist und wenig Minderwertigkeit die Grenzen überschreitet.

Der neuste Geniestreich der Finnen von Wolfheart geht dabei den bereits eingeschlagenen Weg konsequent weiter und wird jedem, der schon mit den Vorgängerwerken im Einklang war bzw. ist, die Hautoberfläche verformen und die Gänsepelle enorm forcieren. Wer hingegen bis dato noch nicht in der glücklichen Lage war, wird beim Hören des Dargebotenen sicher schnell die Auswirkungen spüren.

Die selbsterwählte Genrebezeichnung "Winter Metal" beschreibt den Sound von Wolfheart sehr treffend, denn obwohl hier viele Einflüsse zum Gesamterlebnis beitragen, ist es in Summe einzigartig und völlig genial klingendes Songmaterial.

Wichtig sei zu erwähnen, daß es sich bei dem Sound nicht um einfache Kost für zwischendurch handelt, denn den sogenannten "Ohrwurm" wird man meines Erachtens nach vergeblich suchen, vielmehr gilt es hier das Gesamtwerk in seiner Vollkommenheit wirken zu lassen. Das sei jedoch im Positiven zu verstehen, da genau das den Kontrast zu der immer schneller werdenden Welt bildet und leider immer mehr ins Vergessen rückt.

Für mich persönlich ist es derzeit ein zünftiger Anlass den Alltag, Alltag sein zu lassen oder ihm zumindest für eine kurze Zeit zu entfliehen.

Mein Fazit bzw. meine Empfehlung lautet, am 3. März .2017 zum Plattendealer des Vertrauens zu laufen, um dieses Album zu verhaften und die Plattensammlung zu bereichern. In Talkern, vergebe ich hier solide 8,5.

René (Ten-Points-Snider)

8,5/10 Talkern


Tracklist: 01. Shores Of The Lake Simpele 02. Boneyard 03. World On Fire 04. The Flood 05. The Rift 06. Call Of The Winter 07. Dead White 08. Tyhjyys



The Juliet Massacre "Pray For An Afterlife" 2012

Das italienische Sextett von „The Juliet Massacre“ dürfte den meisten deutschen Metalheads wohl noch nicht viel sagen, dabei haben die Jungs mit ihrem Album „Pray For An Afterlife“ ein echtes Feuerwerk in Sachen Deathmetal/Deathcore abgeliefert. Der 2012 erschienene Longplayer beansprucht zwar nur eine knappe gut halbe Stunde die Nackenmuskulatur der Hörer, am Ende dieses relativ kurzen Schlachtintermezzos hat man jedoch nicht das Gefühl, dass da noch etwas kommen muss, sondern würde sich am liebsten umgehend in die nächste Physiotherapie begeben, um seinen zerschundenen Körper wieder auf Vordermann bringen zu lassen.

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