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Sulphur Aeon "Gateway To The Antisphere" Album Review

Bereits Anfang April 2015 veröffentlicht und dennoch an uns vorübergegangen, ist dieses über alle Maßen beachtliche Death Metal Monster aus dem Hause Ván Records.

"Gateway To The Antisphere", so der Name des 2. Albums der 2010 gegründeten Band aus Nordrhein-Westphalen, ist der Nachfolger des 2013 erschienenen Debüts "Swallowed By The Ocean's Tide", das kurz nach seiner Geburt für erhebliches Aufsehen in der Szene sorgte. Was ist dran an "Gateway To The Antishere", einem Album, dem die Death Metal Szene seit geraumer Zeit entgegenfieberte und das innerhalb kürzester Zeit massenweise gute Kritiken eingefahren hat?

"Gateway To The Antisphere" wurde lediglich von drei Musikern in die östliche Hemisphäre unser Welt gespien, um auf den Pfaden von Morbid Angel, Nile oder auch Nocturnus weiteres Unheil anzurichten. Wem hier direkt die alten Helden um David Alexander Vincent in den Sinn kommen, der liegt gar nicht so falsch, doch Sulphur Aeon haben wesentlich mehr auf der Pfanne als Blastbeat-Attacken und tiefes Gegrowle der Marke Morbid Angel. Ihr Spiel wirkt wesentlich abwechslungsreicher, etwas technisierter und kann über weite Strecken - trotz der äußerst derben Ausrichtung - mit reichlich Atmosphäre punkten, dabei nutzt das Trio oftmals nur einen überdimensionalen Hall-Effekt, der ganz puristisch über die Leadgitarren gelegt wurde, womit Sulphur Aeon auf einen übermäßigen Einsatz von Keyboardsounds verzichten können, ohne dabei die bedrohliche und finstere Grundstimmung des Albums zu gefährden. Den Rest besorgt das mächtige Organ von Sänger M., der ebenfalls aus den Tiefen finsterster Abgründe zu growlen scheint.

Völlig neu erfunden bzw. revolutioniert haben Sulphur Aeon diesen Sound zwar nicht, dafür zelebrieren sie 52 Minuten lang Death Metal auf höchstem Niveau, der zu keinem Zeitpunkt den Gedanken an die Skip-Taste wachwerden lässt, vorausgesetzt man fühlt sich auf dem Terrain unheilbringender Extrem Musik zu Hause. Ich denke aber, das Wichtigste in der Musik des rabiaten Trios aus NRW ist folgender Umstand: Es passiert permanent irgendetwas! Das Album wird lebendig, weil ständig wechselnde akustische Ereignisse das Szenario beherrschen, ohne das Grundgerüst der Songs zu zerstören. Gitarren, Bass, Drums, Blastbeats, Breaks, Tempi-Wechsel, Gesang und Harmonien - alles greift ineinander und wächst auf schreckliche Weise  zu einer homogenen und alles vernichtenden Partitur des Todes zusammen. Gefährlich gut! Anspieltipps: Diluvial Ascension - Gateway To The Antisphere & Into The Courts Of Azathoth

 

Dirk


VÖ: 10.4.2015  Label: Ván Records



 

While Heaven Wept "Of Empires Forlorn" 2003

Eins vorweg, diese Scheibe ist ein OHRgasmus, eine Göttergabe vor dem Herrn. Einwandfreier Doom-Metal, wie man ihn in dieser Art nur von While Heaven Wept erwarten kann. Melodien prägen dieses Meisterwerk von vorn bis hinten. Ein orchestraler & audiophiler Ohrenschmaus. Man möchte bei dieser Musik eigentlich nur dastehen und seine Arme ausbreiten, um alle positiven Energien des Universums aufzufangen.

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