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Abysmal Growls of Despair & The Cold View "Songs of Deepest Skies” Split CD - Review

Schwarzer, schmieriger Morast - aus den Tiefen der Unterwelt - quillt aus marodierten Boxen direkt ins Gedärm der bitteren, finsteren Unendlichkeit.

Das deutsche Funeral Doom Projekt The Cold View hat sich mit dem französischen Funeral Doom Projekt Abysmal Growls of Despair zusammengetan und ein Split Release in Form eines A5 CD Digi-Packs  herausgebracht.

Die Veröffentlichung erfolgte über das Label Frozen Lights. Den Anfang machen die 2013 gegründeten Franzosen Abysmal Growls of Despair, die mit 3 Songs und einer Spielzeit von ca. 9 Minuten, Drone Funeral Doom zelebrieren. Allseits bekannten und zu tiefst morastigen Drone Sound, bekommt man hier im Zeitlupentempo vorgesetzt. Mit atmosphärischen, melodischen Klängen und urplötzlich einsetzenden dröhnenden und angsteinflößenden Gitarren, wird alles zerstört, was man an Restliebe für diese verdorbene Welt bis dato übrig hatte.

Der letzte Hoffnungsschimmer schmilzt dahin, wenn diese abgrundtiefen Growls einsetzen und bis in die Magengegend vordringen. Destruktiver, hoffnungsloser, "sterbender" und dahinsiechender geht es nimmer. Ein Soundtrack für den Untergang allen Lebens. „Nothing to be left, in the decay of my life, left to rot, and die alone” Nichts kann diesen Sound besser beschreiben, als der Text vom Song “Decay of the Man”.

Das Ende ist definitiv gekommen,...aber weiter geht es erst einmal mit der deutschen Formation The Cold View und dem Song „Sky of Sorrow“. Dieser riesige Monolith weist eine Länge von 32:38 Minuten auf und ist diesmal ohne Synthesizer komponiert worden. Zu hören gibt es eine Akustikgitarre, die mit vielen ausgefallenen Effekten, Industrial-Elementen und selbstverständlich den typischen abgrundtiefen Growls in Szene gesetzt wird. The Cold View erzeugen damit 'nen unglaublichen Tiefgang in völlig abgespacten Sphären. Aufallend sind definitiv die Industrial Effekte, welche immer und immer wieder in Erscheinung treten. Aber was kann man mit dieser Art von Musik ausdrücken wollen? Ich denke, dass jeder, der diese Art von Musik mag und sich auch intensiv damit beschäftigt, seiner persönlichen Interpretation folgen sollte. Na klar, es ist „Funeral Doom“ und daher muss dieser so beängstigend, hoffnungslos und trauernd wie möglich auf das Ende der Welt zusteuern.  Hier und da könnte man trotzdem das Gefühl aufkommen lassen, dass eben doch noch nicht der große Verfall eingesetzt hat, denn ein klitzekleiner Funken Hoffnung und Leben, in Form von zarten Melodien der Akustik Gitarre sowie melancholischen Effekten, ist eben doch rauszuhören. Wie sollte es auch anders sein, genau diese werden kurze Zeit später komplett von den Growls und der tief gehenden Industrial-Monotonie vollständig zerstört.

Also vielleicht doch nur der letzte Rest Leben, der mit in den Abgrund gezogen wird? So könnte es gemeint sein, muss es aber nicht. Das herauszufinden, ist allemal interessant. Erstaunlich, womit sich manche Menschen befassen, wie sie die Welt in ihren Augen sehen und ihre Sichtweise musikalisch umsetzten. Mit dem Ausklang dieses Monolithen enden auch diese Zeilen und ich weiß wieder einmal nicht, wie um Teufels Willen eine sinnvolle Punktevergabe erfolgen soll. Mich hat der Sog der Finsternis erfasst und in die schwärzeste Dunkelheit gezogen…..Das Ende ist nun doch gekommen und die letzten Worte sind: „There is no pain without beauty, there is no beauty without pain." Fetter Funeral Doom für Eingeweihte oder die sich einweihen lassen wollen….Respekt !!!

Torsten


VÖ: 6. Mai 2015 Label: Frozen Lights



 

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