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DEFKROM "Gift in deinen Adern" 2010

Na was haben wir denn hier? Eine Reliquie aus den 90er Jahren? Mag sein, jedoch werden Defkrom diese Zeit entweder verehren oder es ist purer Zufall, dass ihr 2010er Werk rein klangtechnisch den späten 80er bis frühen 90er Jahren zuzuordnen ist. Wenn man genau hinhört, dann kann man aber auch noch ein paar dunkle Spuren Schwarzmetal ausmachen. Kein Wunder, hatten sich Matthias und Patrick in ihrer ehemaligen Band "Luror" dem Black Metal hingegeben.  metaltalks.de ist ja mittlerweile bekannt dafür, dass wir auch ältere bis prähistorische Veröffentlichung besprechen. Was uns auch immer an Musik in die Hände fällt und zu überzeugen weiß, das wird hier besprochen, weil es besprochen werden muss.

Und manchmal muss es eben die deutschsprachige Band Defkrom sein, geradlinig, schlicht, nachvollziehbar und immer mit dem Schwert in die Larve des Gegners. Sagen wir mal so, es geht auf "Gift in deinen Adern" harmonisch und fies zu. Harmonisch, weil die Songs der Neustädter Wiedererkennungswert besitzen, und fies, weil ihre Texte die Abgründe des Menschen offenlegen. Die Stimme von Sänger Patrick erinnert mich in einigen Passagen einmal mehr an die des Angelrippers von Sodom. Musiktechnisch würde ich eine Mischung aus früheren Sodom-Alben und Fahrenheit-Werken zu "Hexer-Zeiten" als Vergleich ansetzen, wobei das permanente "Gefiedel" des Gitarristen die ganze Sache sehr aufwertet. Dieses "Gefiedel" ist wirklich  gut auf dem Song "Dämon" (Track 4) zu belauschen. Echt geil! Und damit war auch schon der erster Anspieltipp zu verzeichnen. Soll aber nicht heißen, dass es ab Numero 4 erst richtig interessant wird. Weit gefehlt, nach dem Intro ist mit "Sucht" bereits der erste nennenswerte Song zu notieren. Dann geht's mit dem "Schwert" (Track 3) direkt auf den Kampfacker. "Herz" - Song sieben - spricht mir textlich gesehen aus der Seele. Im Grunde steuern Defkrom das Heer sicher übers musikalische Schlachtfeld. Sie haben diese Spielart des Metals zwar nicht neu erfunden, aber das ist auch nicht immer von Nöten. Wiedererkennungswert, Seele und ein gewisses Maß an Qualität stehen für mich im Vordergrund, und diese 3 Atribute treffen auf "Gift in deinen Adern" voll und ganz zu. Warum sollten sich Defkrom also eine Armbrust kaufen, wenn der Feind so nah ist, dass sie ihm das Schwert direkt ins Antlitz wuchten können. Ich lege die Musik der Neustädter immer wieder gern in meinen Player. Prädikat: Empfehlenswert!

Dirk

Angra "Sercret Garden" - Review

Angra's "Sercret Garden" - auf dieses Review habe ich mich schon vor vier Wochen gefreut. Nicht, dass ich von der ersten Sekunde an voll überzeugt war. Nein - ganz im Gegenteil, denn der erste Durchlauf trieb mir wirklich kein erlösendes Grinsen ins Gesicht. Dafür ist das neue Album mit jedem Hören gewachsen...und zwar ganz gewaltig. Das nunmehr achte Studiowerk der 1991 gegründeten Brasilianer ist verdammt komplex und angelt auch aus der aller letzten Ecke fantastische Melodien, die sich dem Zuhörer eben nicht sofort erschließen.

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