1. Releases

  2. Interviews

  3. Live-Dates

  4. Verlosung

  5. Shirt-Talks

  6. wir hören



HOPELEZZ "The Rising" EP - Review

Die Wuppertaler Hopelezz begrüßen das neue Jahr standesgemäß hart. Drei Songs, kurz und knackig, modern und megafett! Es drückt und kesselt gnadenlos aus der Kalotten-Behausung. Das neue Jahr hat nichts besseres verdient und diese verlogene Gesellschaft erst recht nicht. Was liegt da näher als eine akustischen Reinigung der Seele, durch eine kleine aber feine EP, die praktischerweise auf den Namen "The Rising" hört.

Das Material klingt äußerst frisch und verlangt förmlich nach einer Zugabe, die, so der Plan aufgehen mag, irgendwann im Spätsommer bis Herbst 2015 in Form eines Albums erfolgen wird. Hopelezz verrichten ihr Werk punktgenau! Mit chirurgischer Präzision befördern sie alles ins Jenseits, was sich ihnen in den Weg stellt und dabei ist ihnen jedes Mittel recht. Ob klassisch oder modern, ob im Maschinengewehr-Rhythmus oder Breakdown-geschwängert, Hauptsache der Feind ist tot.

Stimmlich geht es ebenfalls zur Sache, wobei mir Sänger und Schreihals Patrick in den tiefen Lagen weitaus besser gefällt. Kommt Melodie ins Spiel, meldet sich automatisch die Königsklasse zu Wort und an dieser sind selbst schon Szenegrößen wie Scar Symmetry's Ex-Sänger Christian Älvestam gescheitert, denn dieser hat auf der Bühne seine Studioleistung im melodiösen Bereich zu keinem Zeitpunkt abrufen können.

Grundgütiger, ich will hier wirklich keine Kritik anbringen, aber der Wechsel von den Growls zur Melodie ist über alle Maßen schwer. Wer also den Feind mit seinen Vokals zur Strecke bringt will, um direkt im Anschluss ein Liedchen darauf zu singen, der muss schon während des Fights einen ganzen Barrel Waffenöl saufen. Ich bin mir sicher, dass Hopelezz auch diese letzte Nuss noch knacken werden.

Du magst es modern und überaus präzise und  has(s)t deine Nachbarn schon lange nicht mehr völlig entnervt erlebt? Dann könntest du die nachbarschaftliche Harmonie mit "The Rising" herausfordern. Sollte dann noch der völlig geniale Opener "Insomnia" die Luft mit Ärger anreichern, bekommen deine Mitmenschen die Hymne zur Schlaflosigkeit gleich frei Haus geliefert. Das macht satte 8 Tal(k)er!

 

Dirk

 


VÖ: 09. Januar 2015 Label: Sonicscars Records 



 

 

Amorphis "Tales From The Thousand Lakes" 1994

Wir schrieben das Jahr 1994. Amorphis ist mir bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst zu Ohren gekommen, obwohl wir versuchten der härteren Fraktion des Metals besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Egal, mit „Tales From The Thousand Lakes“ erreichte uns die Musik von Amorphis doch noch rechtzeitig. Und wie sie uns erreichte. Das Album schlug ein, wie eine Bombe. Diese Art des Death Metals gefiel uns extrem gut.

Weiterlesen ...