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Symphony X - Underworld - Review

Mit Symphony X ist es wie mit einem etablierten Markenprodukt - die Qualität ist bekannt, die Zuverlässigkeit hoch geschätzt und der Name ist weit über die Grenzen hinaus ein Zeichen für höchsten Anspruch in allen Belangen.

Kurz, jeder wartet nach Veröffentlichung der jüngsten Ausgabe gespannt auf das kommende Update.

Diesmal heißt das Update "Underworld" und erscheint genau in 2 Tagen via Nuclear Blast Records. Die Rede ist vom 9. Studio Album in der Discography von Symphony X. Die New Jersey Prog Power Metaller gründeten sich 1994, dem Jahr, in dem auch ihr gleichnamiges Debüt Album erschien. Seit nunmehr 21 Jahren liefern die Jungs eher unregelmäßig feinsten Prog Power Metal ab. Das letzte Werk "Iconoclast" liegt schon vier Jahre zurück, doch nun hat das Warten endlich ein Ende. Play!

Mit einem wuchtigen Intro, in dem der Name Symphony X Programm ist, geht's in die erste Runde. Auffällig ist sofort der massive und äußerst transparente Sound. Ein Ohrenschmaus, der jeden Fan stilvoll über die Dauer der kommenden 11 Tracks tragen wird. Symphony X vereinten schon immer Trademarks von Bands der Marke Threshold und Dream Theater miteinander, wobei sie diesem Mix klassischen Hard Rock - sehr gut in den Gesangspassagen auszumachen - und dickes Metal Riffwerk unterjubeln. Klar, Symphonische Klänge sind auch enthalten, nur beschränken sich diese auf Samples, Intros und der Gleichen mehr. Zu keinem Zeitpunkt ergreifen sie vollständig Besitz bezüglich der Arrangements und Kompositionen.

Der erste Durchlauf suggeriert ein verdammt erwachsenes und geschmackvolles Album, das zu keinem Zeitpunkt kommerzielle Seitensprünge oder gar weichgespülte Passagen preisgibt. Im Gegenteil, das dicke Brett läuft konsequent mit & hält die Metal Fahne mehr als hoch. Gleich nach der Ouvertüre gibt's mit "Nevermore" ordentlich auf den Prozessor. In diesem Song ziehen Symphony X, Dream Theater und Threshold gemeinsam in eine progressive Schlacht. Es folgt der Titelsong, der nicht weniger heftig zu Werke geht, nur glänzt er zusätzlich mit den typischen Symphony-Samples, die - wie bereits erwähnt - sehr dosiert und bedacht eingesetzt wurden. "Without You" (Track 4) - könnte auch auf einem majestätischen Theshold-Sessel Platz nehmen. Ein Hammer-Song, der nur langsam an Fahrt aufnimmt. Spätestens bei der Textpassage „I 've come undone“, verliere auch ich gänzlich die Selbstkontrolle. Großartiger Track, der übrigens schon am 19.6.2015 via YouTube als Lyrik Video veröffentlicht wurde.

"Kiss Of Fire" (5) weckt derzeitig andere Assoziationen in meinem Hirn, drum überspringe ich diesen Song großzügig, möchte aber trotzdem auf seine Genialität hinweisen. Ein typischer Symphony X-Kracher, der keine Wünsche offen lässt. Wie in jedem Review könnte man alle Songs einzeln durchkauen, doch versuche ich dieses Abarbeiten jedes Mal erfolgreich zu umgehen. Selbstentdeckung ist das Stichwort. Vielmehr zählt der Gesamteindruck der Scheiblette, und dieser hinterlässt seine Spuren irgendwo zwischen gut uns sehr gut. Absolutes Schwergewicht in der Waagschale, ist der hochprozentige Anteil an wahren Metal-Krachen. Symphony X sparen nicht mit fettem Riffing und erzeugen bei mir ein ums andere Mal ein zufriedenes Grinsen. Kaum hat sich meine Larve entspannt, gibt's ausufernde Soli on top! Was will man mehr? Fantastische Melodien? Ja, hier hätten es 2-3 prägnante Kehrreime mehr sein dürfen, daran kann auch der vorletzte und vor allem wunderbare Track "Swan Song" nichts ändern.  Dennoch, "Underworld" gehört in die Prog-Sammlung wie die Faust ins Antlitz des Widersachers.

Dirk

8/10 Talkern


VÖ: 24.7.2015 Label: Nuclear Blast Records



 

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