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Vaee Solis - Adversarial Light - Review

Schimpf und Schande über Europa! Was für ein abartige Stimme! Der Underground hat doch immer wieder Überraschungen parat, zumal wir hier über das Organ von Sophia sprechen, der Sängerin von Vaee Solis.

Ich möchte dieses Review nicht unendlich ausweiten. Sagen wir schlicht und einfach Kurzreview oder Albumvorschau dazu. Da klickt man sich nichts Böses ahnend durch die Ankündigungen diverser Underground Labels, schraubt Erwartung und Qualitätsanspruch etwas nach unten und dann das hier. Ein fetter Sound, vernichtend langsam, bitterböse, nach Tod und Verderben stinkend, eroberte absolut überzeugend das Doom Metal Areal meiner geschundenen Ohren.

Black Doom Sludge Warlords - so steht es in der Ankündigung und ich denke, der Beschreibung ist hiermit Genüge getan. Im Gegenteil, Sludge kann man durchaus weglassen. Blackned Doom gefällt mir da schon etwas besser. Wer sind nun eigentlich Vaee Solis? Vaee Solis stammen aus Portugal, genauer gesagt aus Lissabon-Oporto. Sie gründeten sich 2014 und haben mit "Adversarial Light" ihr Debüt Album via Signal Rex veröffentlicht. Die Mitglieder des vierköpfigen, kriechenden Tods  heißen: Sophia - voc, J.Galrito - bass, F.Azevedo - git und  J.Seixas - drums. 

Geboten werden auf "Adversarial Light" 6 Tracks, die allesamt durch das markerschütternde Stimmchen von Sophia geprägt werden und sich auf dem Weg zur Einäscherung verdammt viel Zeit lassen. Erstaunlicherweise erinnern mich die Vocals nicht selten an die Götterväter der flächendeckenden Vernichtung, nämlich an Asphyx. Nichts Neues, sauber produziert und abstoßend schön! Das Cover ist durchaus passend, wenn man sich der Abartigkeit der Texte hingibt, doch etwas weniger Purismus würde der durchaus beachtliche Scheibe gut zu Gesicht stehen. Die Freiheit des Künstlers steht wie immer im Vordergrund. Adversarial Light - Gegensätzliches, paradoxes Licht! Meine Empfehlung (Recomendação!), für finstere Doom-Jünger!

Dirk

7/10 Talkern 



VÖ: 21.8.2015 Label: Signal Rex



 

Delain "The Human Contradiction" 2014

Ich kann mich noch genau daran erinnern, als unsere Lisa im Jahr 2006 die erste Veröffentlichung der Holländer auf den Tisch packte. Metal with female vocals? Voller Skepsis und geplagt von einer Flut derlei Outputs, schob ich zögerlich Lucidity in den Player. Das damalige Werk konnte entgegen allen Erwartungen direkt den Sieg einfahren. Die beiden letzten Langrillen hingegen, wirkten kalkuliert und konnten es nicht Ansatzweise mit dem Erstling aufnehmen. Kommerziell erfolgreicher waren sie allemal, aber genau dieser Drang nach Erfolg, schwang in den Kompositionen unüberhörbar mit. April 2014, wieder legte ich eine Veröffentlichung mit Vorsicht und ohne goße Erwartungen ein. Und siehe da...

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