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Walls Of Jericho – No One Can Save You From Yourself - Review

Seit knapp 20 Jahren lärmt sich die Hardcore-Institution Walls Of Jericho nun durch den Morast dieser Welt und versteht es dabei immer noch wie keine andere Band auch metalische Einflüsse in ihr Konzept einzubinden.

Dass es sage und schreibe schon 8 Jahre her ist, seitdem der Vorgänger „The American Dream“ das Licht der Welt erblickte, lässt den Puls in Vorfreude auf das am 25. März 2016 über Napalm Records erscheinende „No One Can Save You From Yourself“ erheblich an der Halsschlagader trommeln.

Der Einstieg könnte mit „Illusion Of Safety“ nicht kompromissloser sein. Schnell wird klar, dass das Abrisskommando aus Detroit nichts an seiner Härte verloren hat und uns nach dem Hören des neuen Silberlings nur noch ein Besuch im Sauerstoffzelt vergönnt bleiben dürfte. „No One Can Save You From Yourself“ schlägt in die selbe Kerbe und lässt auch aus lyrischer Sicht das erste Mal einen Erpelparka über meine Kopfhaut tanzen. „So let's fucking live. This is the turning point“ hallt auch Stunden später noch durch meine Windungen. Vollgas-Hardcore gepaart mit hammerharten Breakdowns und einem wabbernden Slampart am Ende des Songs geben dem Titelsong den Rest und machen ihn somit zu DEM Walls of Jericho-Brecher schlechthin. In „Forever Militant“ haut Frontkehlchen Candice nochmal eine Schippe drauf und schimpft sich mit messerscharfen Lyrics 3:30 lang durch das Elend dieser Welt. „Fight The Good Fight“ und „Cutbird“ kommen zwar anfangs ein wenig melodischer daher, stehen somit allerdings stellvertretend für die musikalische Bandbreite, die das Quintett abdecken kann. Für diejenigen, denen das Gesicht während der ersten vier Songs noch nicht genug massiert wurde, warten auch hier wieder saftige musikalische Backpfeifen!

Mit „Reign Supreme“ gelingt Walls Of Jericho eine atmosphärische Nummer, die sich ganz langsam zu einem wahren Songmonster aufbaut, welches wie ein Moralapostel über „No One Can Save You From Yourself“ thront und sich die Message von Brüllwürfel Candice ins eigene Fleisch ritzt: „I will go down in history or I'll go down in flames“. Was für ein geiles Ding! Während sich der Detroit-Fünfer mit „Beyond All Praise“ nochmal so richtig auskotzt, bestellt er mit „Probably Will“ ganz andere Felder und überrascht zum Ende mit einer mehr als soliden Ballade. Candice beweist somit, dass sie auch andere Seiten aufziehen kann als die bereits bekannten Rohrspatz-Schimpftiraden und liefert uns damit das anfangs angesprochen Sauerstoffzelt. Auch wenn ich kein Fan von solch argen Stilbrüchen innerhalb eines Longplayers bin, fesselt mich die Nummer und bestätigt die Vorahnung, dass zum Karfreitag etwas besonderes für die Anhänger lauter Kick-Ass-Klänge mit ordentlicher Prise Attitüde auf uns zurollen wird. Somit können hier mit gutem Gewissen auch ganze 9,5 Talker auf den Tisch gelegt werden.

 

Robby

9,5/10 Talkern


Tracklist Intro - Illusion Of Safety -No One Can Save You From Yourself - Forever Militant - Fight The Good Fight - Catbird - Relentless . Damage Done - Reign Supreme - Wrapped In Violence - Anthem - Beyond All Praise - Probably Will


VÖ: 25.3.2016 - Label: Napalm Records



 

Charing Cross - Pain & Gain - Review

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