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Huntress - Static - Review

"Static" erscheint am 25.9.2015! Das nunmehr dritte Album der 2009 gegründeten Kalifornier aus Highland Park ist angetreten, um die Vorgängeralben endgültig in die Schranken zu weisen, zumindest was die musikalische Seite betrifft. Ob es Huntress gelingt, wird sich unter der Audiolupe zeigen.

Ruppig geht es in die erste Runde. Mit "Sorrow" bringen Huntress einen echten Kracher als Opener, der mitunter den trockenen Style eines Thrashers versprüht. Das Huntress Metal können, steht außer Frage, vielmehr kommt es bei Frau Janus und ihrem Gefolge aber darauf an, ob sie Eingängigkeit in ihre Kompositionen integrieren können, ohne dabei den grundsätzlich kultigen Stil über Bord werfen zu müssen. Manchmal kommt es mir so vor, als ob sie genau wüssten, welcher Ton den Refrain rund machen würde, doch schieben sie bewusst eine halbe Note dazwischen, um ja keine Harmonie aufkommen zu lassen. Und dieses Gefühl verlässt mich über die gesamte Dauer des Albums nicht. Es rifft, fiedelt, schrapelt immer hübsch vor sich hin, wobei Jill Janus dem Ganzen die Krone aufsetzen müsste, aber eben dieses nicht tut. Meine Ohren verfangen sich zwangsläufig in den immerhin sehr ansprechenden Instrumentaldarbietungen, statt der Stimme zu lauschen. Was ist bloß los im Hause Huntress? Ich liebe diese trockene Interpretation klassischer Metal-Klänge, die sich Huntress seit ihrem Debüt "Spell Eater" auf die Fahne geschrieben haben, doch bitte, gebt mit 'ne harmonische Abfolge, die hängen bleibt, so wie es Euch der Meister King Diamond gelehrt hat.

"Four Blood Moons" tönt schon nicht schlecht, doch auch hier liegen die Stärken ganz klar im instrumentalen Bereich. "Harsh Times On Planet Stoked" überzeugt mich schon viel mehr, auch wenn das plakative "ahaha" recht gewöhnungsbedürftig wirkt. Na bitte, da ist ja, der ultimative Heavy Rocker, der sich mit Leichtigkeit im Hirn festbrennt. "Noble Savage" bringt ins Spiel, worauf ich die ganze Zeit gelauert habe. Eingängigkeit! Mit "Fire In My Hart" gibt's gleich noch einen oben drauf und damit retten sich Huntress mit Mühe und Not ins Ziel, um der bösen 7 gerecht zu werden.

"Static" ist gut, doch toppen Huntress die beiden Vorgängeralben auf keinen Fall, vielmehr zeigen sie, dass mit ihnen zurechnen ist, obwohl ich denke, dass wesentlich mehr in dieser Truppe steckt. "Static" kann und sollte einen ausgewählten Kreis von Fans erreichen, da bin ich mir sicher. Wer kultverdächtigen Metal ohne Pomp mag, der wird gerade den 80er Bilderbuchkompositionen etwas abgewinnen können. Anspieltipps: "Four Blood Moons" & "Noble Savage"

Dirk

7/10 Talkern


VÖ: 25.9.2015 Label: Napalm Records



 

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