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Hatred - War Of Words - Review

Heidewitzka, derzeit quillt wieder dermaßen viel Material aus der CD-Pumpe, dass uns dieser akustische Nervenpflug aus Oberfranken fast durch die Lappen gegangen wäre. Asche auf unser Haupt, denn Hatred haben allemal einen Soundcheck verdient.

Die stärksten Kettenglieder dieser Abrissbirne wurden aus feinstem Thrash gefertigt, doch tauchen des Öfteren auch Core-Anleihen sowie Spurenelemente reinen Metals im Konstrukt der Beseitigungsmaschine auf. Wie sollte es auch anders sein, am Ende der Hatred-Kette bammelt der tödliche Schwinger, eben eine monstermäßige Stahlbirne, die wieder und wieder in die zu beseitigende Materie schlägt. Hier würde ich ganz klar die Vocals sehen, jene nicht nur einmal durch schrille Schärfe den letzten Rest aus dem Panorama fegen. Unglaublich, dieser Vorfall! Das ganze klingt dann mitunter wie Iced Earth auf Speed! Besonders schön im Track Chaos zu hören, den ich hier gleich mal als Anspieltipp notieren möchte. Aber auch andere Songs enthalten diese Parallelen. Wer sich Anfang des Jahres die vorab veröffentlichte Version des Outputs zugelegt hat, wird mir hier möglicherweise zustimmen.

Mitte August haben wir bereits über die Bamberger Band Hatred berichtet, die sich nach Jahren der Abstinenz zurückmeldete, um die begonnene Schneise der Zerstörung endlich weiter in Fränkische Wälder zu treiben. MDD Records nahmen sich ihrer an, nicht zu Unrecht, wie wir meinen, denn was hier gerade unsere Gehörgänge poliert, kann sich wirklich sehen lassen. Stellt man seine Radartüten bewusst auf Empfang, wird der geneigte Zuhörer schnell feststellen, dass Miss Langeweile das Feld räumen muss, während sich der Wüterich aus dem Hause Abwechslung majestätisch austoben darf. Wo Lobeshymnen erklingen, darf auch Kritik nicht fehlen. "War Of Words" tönt streckenweise recht sperrig, wobei das Album wirklich gute Zutaten enthält, die mit dem richtigen Schliff noch viel bissiger agieren könnten. Die absoluten Megaknaller haben Hatred allerdings ans Ende der Langrille gesetzt. "World Turns Back" & "Hope - Train Of Thought", zwei sechsminütige Monstersongs, die durch ihre Komplexität und ausufernden Instrumental-Parts, in denen auch Soli das Zepter übernehmen, für große Augen im Antlitz des Rezensenten sorgen.

Zusammengenommen ist "War Of Words" ein gelungener Neustart, der eindeutig klarmacht, dass mit Hatred wieder zu rechnen ist. Wenn die Bamberger Thrasher in Zukunft letzte Ecken und Kanten aus ihren Kompositionen verbannen können, sollte der Nachfolger von "War Of Words" ein echter Killer werden. Das aktuelle Brett hingegen, arbeitet schon einmal auf Note 7,5 vor, und ab 7,5 fängt bekanntlich "gut" an. Empfehlung! Mehr zum Thema erfahrt ihr unterhalb des Reviews.

Der Prior

7,5/10 Talkern


VÖ: 18. September 2015 - Label: MDD Records



 

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