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Eucharist (Australia) - Demise Rites 12" MLP - Review

Es gibt Dinge, die kann man nicht erklären. In diesem speziellen Fall nicht einmal hören. Bei allem Kult, mit Verlaub und Respekt, was haben sich die Australier Eucharist nur dabei gedacht?

Gern würde ich die Musik etwas näher beschreiben und folglich auch einen Tipp abgeben können, doch wie in der Einleitung bereits angekündigt, ist bis auf hintergrundbelastendes und dumpfes Getöse kein weiteres Geräusch auszumachen, zwar lässt sich die Stimme des Protagonisten erahnen, doch das war's dann auch schon. Ähnlich, wie sich die Augen der Dunkelheit anpassen, gewöhnen sich auch die Ohren langsam aber sicher an diese akustische Finsternis. Irgendwann fängt das Hirn an, die gesendete Information zu filtern und zu definieren.

Moment mal, der zweite Durchlauf weckt dann doch eine Assoziation in meinem Kopf. Wenn ich es mir recht überlege, erinnert mich der Sound an die Geräuschkulisse, die entsteht, wenn ich vor einem Club stehe, währenddessen im Inneren die erste Black Metal Kapelle das Unheil heraufbeschwört. Im Endeffekt auch nicht zufriedenstellend, denn vor dem Club lassen sich eben auch nur ganz schlecht Schlüsse über das Können einer Band ziehen.

Eucharist wird oder werden mit 2 Talkern leben  müssen, wenn es nicht ohnehin genauso geplant war. Ich gehe davon aus, dass Eucharist diese Punktzahlen erwarten, denn alles andere wäre ja schon fast Kommerz. In der Geschichte von metaltalks.de gibt es daher das erste Mal 2 Talker von 10. Einen fürs Cover und 'nen Weiteren für die Mühe und die Einstellung. Da bevorzuge ich doch glatt das 1986er Album "Obsessed bei Cruelty" von Sodom, denn das hatte im Vergleich zu "Demise Rites"  noch Stil. Sorry, und bei aller Liebe für die - gerade im Black Metal viel gepriesene - Unantastbarkeit der Kunst, aber das hier ist nun wirklich nicht so üppig.

Zur Info: Eucharist gründeten sich im Jahre 2011 und haben seit dem zwei Demos in Form einer Kassette veröffentlich. Iron Bonehead Records nahmen sich des Materials an und werden es am 27.11.2015 auf sattem Vinyl veröffentlichen.

Dirk

 

2/10 Talkern


Full tracklisting Tenebrous Summoning – Side A: I – Tenebrous Summoning II – Shadow-Sun III – Decrepit Apparitions IV – Below the Earth Demise Rites – Side B: I – Gates Of Doom II – Demise Rites  


VÖ: 27 November 2015 - Label:  Iron Bonehead Release



 

Infinita Symphonia "Infinita Symphonia" 2013

Altamente consigliato - oder auch sehr empfehlenswert! Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal in die Situation kommen würde, vor offiziellem Erscheinen eines Albums eine Wertung abgeben zu dürfen. Und genau diese Situation macht es doppelt so schwer. Da das Vorgängeralbum "A Mind's Chronicle" ein absoluter Oberhammer war und natürlich auch ist, sind meine Erwartungen extrem hoch gewesen. Kaum ein anderes Album in diesem Bereich des Metals stand auf meiner Wunschliste so weit oben. Das 2. Album ist in der Laufbahn einer Band nur dann das Schwerste, wenn man einen derartigen Megaknaller - wie es das Debüt von Infinita Symphonia nun einmal ist - komponiert hat.

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