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Megadeth - Dystopia - Review

Megadeth gehörten schon immer zu den Bands, die man entweder mag oder sie lediglich kennt. Nicht kennen, ist kaum möglich, allein schon der Bandgeschichte oder besser gesagt, der Biographie des Sängers und Aushängeschilds Dave Mustaine wegen. Allerdings hatten Megadeth auch schon immer einen musikalischen Qualitätsanspruch, der sie seit Mitte der 80er von der breiten Masse abhob.

Megadeth haben seit ihres Bestehens großartige Alben abgeliefert. "Peace Sells...", "So far...", "Rust In Peace", "Countdown To..." und ja, auch "Youthanasia" sind wahre Kult-Klassiker in der Geschichte des Heavy Metals. In jedem Falle gehören Megadeth zu den großen Bands, deren Veröffentlichungen uneingeschränkt im Fokus der Szene stehen und standen. So auch bei uns.

"Dystopia" erscheint nun in 10 Tagen, womit auch für uns der Zeitpunkt in greifbare Nähe rückt, der endlich ein vernünftiges Audioformat zu Tage fördert, das man in den Händen halten und anfassen kann, statt es von der Festplatte zu pflücken. Es lohnt sich nämlich, denn das 2016er Album zeichnet sich nicht nur durch eine solide Grundhärte aus, es ist auch vollgepackt mit allem, was das Herz eines Megadeth-Fans begehrt. Schweres Riffwerk, reichlich ausufernde Soli und der über alle Maßen schräge Gesang des Meisters selbst. Entgegengesetzt derzeitigen Trends, rennen Dave und seine Jungs nicht den 80er Jahren hinterher. Produktionstechnisch werden wir auf "Dystopia" fortwährend mit zeitgemäßen Klängen befeuert. Aber auch modernere Gitarrensounds und Genrefremde Elemente zeigen ganz klar, dass Megadeth nicht auf der Stelle trampeln wollen.

Das Material ist von ausgesprochen hoher Dichte und abwechslungsreich. Andere Bands würden aus den 11 (uns vorliegenden) Songs vermutlich 20 Tracks zaubern, doch den Thrashern aus Los Angeles genügt das nicht. Auch wenn das ein oder andere Solo möglicherweise nicht ganz songdienlich eingebettet wurde, musste es doch unbedingt mit rauf. Hauptsache es fiedelt und gniedelt noch ein bisschen! Gut so - das sind Megadeth wie ich sie liebe. Fiedel-Thrash der Extraklasse oder meinetwegen auch kein Thrash mehr. Megadeth eben. Nachdem das 2013er Album "Super Collider" songtechnisch eher im Mittelfeld anzusiedeln war, geht es auf "Dystopia" kompositorisch wieder bergauf. Natürlich, wer den Anspruch auf Soli legt oder auch gern mal das Stachelschwein gegen den Strich bürstet, der wird fast immer in einen Konflikt mit der musikalischen Eingängigkeit geraten. Hier - denke ich - ist auch immer der Knackpunkt. Schaffen es alte Haudegen und begnadete Musiker wie Megadeth, ihre Ideen, Fähigkeiten, Erfahrungen und das Wissen über bereits veröffentlichtes Material so unter einen Hut zu bekommen, dass man nicht das Gefühl hat, alles schon einmal gehört zu haben? Mit "Dystopia" ist Megadeth dieser Spagat gelungen. Es mag banal klingen, aber macht's verdammt laut, das Album, welches den ersten Höhepunkt des noch jungen Jahres markiert.

 

Dirk

8,5/10 Talkern


VÖ: 29.01.2016 - Label: Universal / Tradecraft



Charing Cross - Pain & Gain - Review

Bereits am 9.10.2015 haben die Schweizer von Charing Cross ihr nunmehr drittes Album veröffentlicht. Die Band gründete sich 1993, fand ihre Ursprünge jedoch schon in den 80er Jahren - will man sich an der Discographie der Jungs orientieren, ging's erst im Jahre 2005 so richtig los, denn zu diesem Zeitpunkt veröffentlichten sie nach 4 Demos endlich ihre Debüt EP "Back For Attack".

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