1. Releases

  2. Interviews

  3. Live-Dates

  4. Verlosung

  5. Shirt-Talks

  6. wir hören



Painful - imagines pestis - Review

Entweder man lebt die schwärzeste Sparte des Metals oder man wird es immer schwer haben sich vor diesem dunklen Genre zu verbeugen. Ich zähle wohl eher zu Letzteren, was einer Rezension des dritten Albums der aus Karlsruhe stammenden Band nicht unbedingt dienlich sein dürfte.

Doch so verhalten wie ich an "imagines pestis" herangegangen bin, so überrascht war ich auch, dass Painful hier ein respektables Stück Schwarzmetall abgeliefert haben, das sich zudem auch sehr im Death Metal zuhause fühlt.  Keine unterirdisch und auf Kult getrimmte Produktion, kein sinnlos aufgeblähtes Image, das über musikalische Defizite hinwegtäuschen soll - einfach nur Metal, wenn auch tödlich und verdammt schwarz.

Die Produktion, welche in meiner Welt auch bei Black- und Death Metal Bands durchaus passable sein darf, geht schon mal voll in Ordnung, womit der steinige Weg auch für etliche Durchläufe freigegeben ist. Sieh an, Alex Krull (Atrocity & Leaves' Eyes) zeichnete sich für das ansprechende Klangbild verantwortlich. Was meine leidgeprüften Radartüten hören, ist solide Handwerkskunst, und damit meine ich nicht nur die Produktion bzw. den Sound. Das Material wirkt stimmig und ist von überflüssigen Outputs weit entfernt. Klar, die kompromisslose Art der 2004 gegründeten Schwärzlinge lässt nur wenig Spielraum für Experimente, um dem allgegenwärtigen Standard zu entfliehen, aber da wären wir wieder am Anfang des Reviews : Entweder man lebt..usw. usf.! 

Die Stärken des Quartetts liegen definitiv im Todesblei-Sektor. Hier wüten ganz klar die besseren Songs, was insbesondere einem wesentlich höheren und vor allem wahrnehmbaren Wiedererkennungswert des Materials geschuldet ist. Track 7 ("A Cruel Streak") und Track 11 ("(Un)holy Heresay"), die ich hier gleichzeitig als Anspieltipp nennen möchte, stellen dies eindrucksvoll unter Beweis.

Fazit: Wer bei tödlichen Schwarzmetall-Klängen Heimweh bekommt und gern in die grausige Geschichte des Mittelalters abtaucht, sollt sich das aktuelle Werk von Painful unbedingt zu Gemüte führen. Auch wenn das Karlsruher Finster-Quartett mit "imagines pestis" nicht das Album aller Alben komponierte, respektabel ist die Scheibe allemal.

 

Dirk

7/10 Talkern 


VÖ: 05.02.2016 - Label: SAOL



In Verbindung stehende Beiträge


 

NEOCAESAR - 11:11 - Album Review

Was für eine Wohltat für die Ohren eines 90er Death Metal Barden ist das denn? Grundgütiger, ich muss beim Ertönen dieser klassischen Todes-Blei-Orgel gottverdammt nochmal niederknien. Keine Schnörkel, keine Fisimatenten & vor allem keine langen Ansagen - immer voll auf den geschundenen Prozessor.

Weiterlesen ...