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Dawn Of Disease - Worship The Grave - Review

Like a sewing machine, dremmeln sich Dawn Of Disease durch die ersten Sekunden ihres dritten Studioalbums. Hoffentlich bleibt es nicht bei dem Highspeed-Gedresche, dessen sportliche Monotonie nur wenige Bands auf Dauer veredeln bzw. durchbrechen können.

Ah, es dauert wirklich nicht lange, da springen die ersten Breaks ins Panorama, nur um im Anschluss von einem genialen Solo überrollt zu werden. Wer noch keine Bekanntschaft mit Dawn Of Disease gemacht hat, dem sei an dieser Stelle kompromissloser als auch lupenreiner Death Metal versprochen. Die Band stammt aus Osnabrück, Niedersachsen und massiert schon seit 2003 die Trommelfelle ihrer treuen Fangemeinde. Bereits vor den eingangs erwähnten drei Alben haben Dawn Of Disease noch eine EP via Unstoppable Media im Jahr 2004 veröffentlicht. 

Zurück zum aktuellen Werk der Todesblei-Machine aus Niedersachsen, denn dieses erweist sich in der Tat als äußerst interessantes Album, das durch Abwechslung, unterschwelligen Melodien und ja, auch durch Nähmaschinen-Gedresche glänzt. Letztlich ein Death Metal-Album, welches dem Hörer immer wieder Erholungspausen gönnt, bevor es erneut erbarmungslos zuschlägt. Sound und Produktion tendieren in Richtung Neunziger, wobei sie weder künstlich noch erzwungen wirken. Das Gitarrengewand hingegen, erinnert direkt an bissigen Schwedentot der letzten Dekade vor der Jahrtausendwende. 

Je länger ich "Worship The Grave" durch meine Radar-Tüten pfeife, desto mehr wird mir bewusst, dass der Fünfer die Neunziger gerade zu perfekt in die heutige Zeit transferiert. Gibt es auf diesem konstant guten Album Höhepunkte? Wenn ich überhaupt einen Track favorisieren möchte, dann vielleicht "Cult Of The Fading Light" (Track 6), ein Song, bei dem Death Metal auf Maiden-Anleihen trifft, bevor gen Ende noch einmal alle Elemente in die Waagschale geworfen werden, die den Track für meine Begriffe zu einem herausragenden Stück Musik werden lassen. Klar, Track 7 hat auch seiner Reize, die Mixtur aus Amon Amarth-Groove, 90er, Highspeed und Melodie catcht gewaltig. 

Resümee: So stelle ich mir Death Metal vor, markant, brutal und mit einem gewissen Maß an Melodien, die zu keinem Zeitpunkt kitschig wirken, vielmehr setzen Dawn Of Disease das überaus harmonische Spiel als zielführendes Stilmittel ein, indes sie pausenlos todbringendes Blei abfeuern. Satte 8 Talker!

 

Dirk

8/10 Talkern


VÖ: 24.6.2016 - Label: Napalm Records



 

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