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Pyogenesis - A Kingdome To Dissapear - Album Review

Fantastisch! Mehr fällt mir für die Einleitung der kommenden Zeilen zunächst nicht ein. Doch, einzigartig wäre auch noch ein vortreffliches Adjektiv. Fantastisch, mit welcher Einzigartigkeit Pyogenesis erneut zu Werke gehen.

Genau das ist es, was mich zu dem Entschluss kommen ließ, dass die 2014er Reanimation des Patienten Pyogenesis mehr als gerechtfertigt war. Wollen wir hoffen, dass uns die Kreativität - und natürlich auch die Jungs - noch möglichst lange erhalten bleiben. Über die Entwicklung der Band habe ich mich ja bereits im letzten Review zur Genüge ausgelassen. Dennoch wollte ich im Anschluss dem Weg bis zur Auflösung der Band in einem Interview mit Flo im Berliner Lido auf den Zahn fühlen. Das Ganze endete seinerzeit in einer technischen Panne, da wir das Gespräch inmitten der Fans in einem lausig kalten Zelt führten, welches mittels eines Gebläses auf Temperatur gebracht wurde. Die Geräusche der Höllen-Heizmaschine überschatteten die Aufnahmen und futsch war das Interview.

Zurück zum aktuellen Album "A Kingdome To Dissapear", das die mittlerweile in Hamburg beheimatete Band nunmehr am 24.2.2017 veröffentlichte. Es ist wirklich beachtlich, wie treffsicher Pyogenesis ihre Melodien platzieren und dabei Moderne und finsterste Sounds kombinieren. Kaum hat man das Gefühl, sanftere Parts dürften sich langsam zurückziehen, da legen Dir Pyogenesis mit derbsten Klängen die Eingeweide frei, bevor sie deine Innereien lieblich aufschichten, nur um zu sehen, wo sich deine verdammte Seele verkrochen hat. "I Have Seen My Soul" ist das beste Beispiel, nur wird hier natürlich nicht eure Seele zur Schau gestellt. Genialer Song! Ebenso schwer & selbstverständlich auch schwer zu empfehlen sind: "Every Man For Himself ... And God Again" und "Blaze, My Northern Flame"

Für alle anderen Tracks des Albums gilt: Experimentell, speziell und vor allem weniger Arbeitsrhythmus. Dafür bekommt der aufgeschlossene Zuhörer enorm viele Melodien geboten, für die es sich in jedem Fall lohnt einen Platz neben der eigenen Seele freizumachen, denn genau da gehören sie hin. Neben üblichen Pyogenesis-Saiten-Tiefton-Sounds definiert sich das 2017er Werk auch über klassische, wirkungsvoll eingesetzte 90er-Synthesizer-Arrangements, die mich einmal mehr an Klänge aus der Roland-Serie JV-2080 erinnern. ("That's When Everybody Gets Hurt") Unterm Strich stehen für "A Kingdome To Dissapear" 8 Talker und der erneute Wunsch, dem Härtegrad - auf dem hoffentlich folgendem Album - etwas mehr Raum zu gönnen.

Dirk

8/10 Talkern


Tracklist: 01. Sleep Is Good (Intro), 02. Every Man For Himself ... And God Again..., 03. I Have Seen My Soul, 04. A Kingdom To Disappear (It's Too Late), 05. New Helvetia, 06. That's When Everybody Gets Hurt, 07. We (1848), 08. Blaze, My Northern Flame, 09. Everlasting Pain


 


VÖ: 24.2.2017 - Label: AFM Records



Incubator „LieBISSlieder“ 2008

Wer, wenn nicht wir? Wer, wenn nicht ich?

Verdammte Scheiße! Da sitzt man mit einem Kumpel beim Soundcheck und hört mal wieder Incubator. Ja, genau die aus dem schönen Norden unserer Republik. Mit ihren genialen Scheiben „Symphonies of Spiritual Cannibalism“ und „Mc Gillroy, the Housefly“, haben uns die Jungs in den Jahren 1991-1992 doch sehr beglückt. Dann kam „Hirnnektar“ und niemand wusste so recht, was uns Incubator damit sagen wollten? Schwer verdaulich, das Material! Tja, und wie es dann eben so ist, ruck, zuck ist eine Band aufgrund des Wahnsinns und der Masse an Neuveröffentlichungen einfach verschwunden. Leider! Fatal Error, kann ich nur sagen, denn was ich jetzt nach vielen Jahren aufgrund unseres bereits erwähnten Soundchecks gehört habe, muss hier und jetzt in Worte gefasst werden.

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