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NOTHING "Guilty of Everything" 2014 - Review

Fast wäre mir Nothing's Debüt Album "Guilty of Everything" durch die Lappen gegangen. Der Promotion-Maschine sei Dank, wurde ich fast wöchentlich an die Veröffentlichung erinnert. Manchmal hat es eben auch seine gute Seiten. Aber was nützen die beste Werbung und professionelle Vermarktung, wenn die Songs nicht halten, was die Ankündigung verspricht. Bei Nothing brauchen wir uns aber absolut keine Sorgen zu machen. "Guilty of Everything" schwebt langsam aber sicher in unsere Seelen, vorausgesetzt, man ist experimentellen Klängen nicht abgeneigt. Begriffe wie Post Rock / Metal oder ähnliche Schubladen gefallen mir dabei aber ganz und gar nicht, vielmehr versuchen Nothing auf diesem Album eigene Wege mit durchaus bekannten Sounds zu gehen.

Die Instrumentierung ist schlicht, die Gesamtstimmung leicht doomig, fast ein wenig psychedelisch, viele Elemente ertönen aus dem weiten Universum moderner Effektgeräte, die Stimme von Dominic Palermo wird von einem überdimensionalen Hall weit hinausgetragen, während sie auf dem langen Umweg zu unseren Ohren die ein oder andere Gänsehaut einfordert. Für diese Mischung einen sinnvollen Vergleich heranzuziehen, ist wohl ein heilloses Unterfangen. Hätte ich die unlösbare Aufgabe, die Götter mit Doom-Metal zu besänftigen, dann würde ich zum seichten Einstieg mit Nothing anfangen und mit While Heaven Wept fortfahren, obgleich die Jungs aus Philadelphia im eigentlichen Sinne nicht dem Doom Genre zuzuordnen sind. Sollen doch die allwissenden Götter entscheiden, ob Nothing - nach einem "menscheitsbestrafenden" Weltuntergang - in himmlischen Hallen spielen dürfen, zumindest wirkt ihre Musik auf mich, als wenn sie - das ganze Firmament umschließend - für einen Ort außerhalb unserer Vorstellungskraft erschaffen wurde. Heavenly good! 

Dirk

VÖ: 28.02.2014 Relapse Records

Nachtrag vom 27.02.2014: Auf meiner ausgedehnten Reise durchs Netz bin ich immer wieder auf Ablehnung und massive Kritik bezüglich der Vocals gestoßen. Ich meine, dass genau eben diese das Gesamtwerk ausmachen. Manchmal muss man einfach nur die Musik auf sich wirken lassen, fernab von konventionellen Interpretationen bezüglich des Klangbildes, ohne jegliche Vorinformationen zu Bandmitgliedern und Genres seitens des Labels und mit 'ner ordentlichen Portion Respekt gegenüber den Protagonisten.

Ich bleibe dabei: "Guilty of Everything" ist anders aber gut!

U.D.O. "Decadent" - Review

In unserem Interview, das wir Anfang Januar mit Mastermind Udo Dirkschneider führten, ließen wir es bereits anklingen. Hier kommt ein wirkliches dickes Brett auf uns zu! Ich habe in der Tat selten so oft die Fäuste geballt, während ich ein Album rezensierte. Doch kommen wir nun zu den Fakten, denn auch die Vorschusslorbeeren wollen verdient sein.

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