1. Releases

  2. Interviews

  3. Live-Dates

  4. Verlosung

  5. Shirt-Talks

  6. wir hören



Slayer "South of Heaven" 1988

Es begab sich irgendwann im Jahre 1988 wieder einmal die Gelegenheit, ein Wochenende bei meinem Cousin Dirk (im damaligen Ost-Berlin) zu verbringen. Also rein in den Zug und ab in die "Metalmetropole" Berlin, schließlich wollten wir abends ins Abi. Für alle Unwissenden, das Abi war eine olle Baracke, wo sich Metalfans treffen konnten, um zusammen abzuhängen, zu saufen und abzuschädeln. Vorrausetzung war, dass einem Einlass gewährt wurde. hahahah So und nun zum eigentlichen Thema. Ich kam in Dirk's Bude, und was mussten meine ultra metallischen Augen da sehen? Slayer!

Verdammt, da stand die gerade erst erschienende "South Of Heaven" LP und das im damaligen Ostteil der Stadt. Bevor ich meine Wichsgriffel überhaupt ausstrecken konnte, wusste ich schon eins: Diese LP wird hier nicht mehr lange stehen, da ich sie mein Eigen nennen wollte. Was dann auch so geschah. Danke nochmals an Dich Dirk! So nun rauf auf den Turntable, was ungefähr gefühlte 10 Minuten dauerte, da Dirk diese scheiß LP tausendmal mit seiner ultracarbon-Plattenbürste abwischte. Ja leck mich fett, dachte ich. Lass doch endlich die Nadel in die Rillen des Vinyls tauchen. Jaa und dann gings los. Eines der besten Eingangsriffs erleuchtete unsere Ohren und dann kam das Einsetzen der Drums sowie der Vocals von Tom Araya: "Before you see the light, you must die..." Ich war hin und weg, musste sofort bangen wie ein Köter, der aus dem Wasser kommt. Was war das geil. Ha und dann "Silent Scream", von Stille konnte hier überhaupt nicht die Rede sein, denn ich hätte am liebsten die ganze Bude zerstört, was aber nicht ging, da im benachbarten Wohnzimmer Onkel und Tante saßen, die eh schon genervt waren. So hörten wir das Vinyl rauf und runter und kamen aus dem Headbangen nicht mehr raus. Fakt ist, diese Scheibe ist für mich ein Meilenstein in der Slayer Diskographie ever. Nicht ultra brutal schnell, aber sehr sehr intensiv. Auch durch die vielen Breaks und des genialen Songwritings, wird diese Scheibe jedem Slayer-Fan sehr am Herzen liegen. Es macht einfach Spaß, diese Scheibe wieder und wieder zu hören. Sie nutzt sich nicht ab und ist nach all den Jahren noch fester Bestandteil in der Szene. Übrigens, ist auf meiner Heimreise mit dem Zug, das besagte Vinyl durch etliche Hände gegangen, da viele Heavy Metal Maniacs unterwegs waren, die auf meine Betriebsschule gingen. Sie konnten gar nicht glauben, was ich da in meinem Beutel hatte und dachten, ich wollte sie verarschen. "Na klar, du hast die neue Slayer da drinn! Na klar..."Die Schlussrechnung kam natürlich am Montag danach. Zwei Hände voll Leerkassetten zum Überspielen!! hahahaha ...man das waren Zeiten.

Skullkrusher Torsten

Slayer - Discography

Slayer - "Reign In Blood" 1986

 

Belphegor "Conjuring The Dead" 2014 - Review

 

An den Fenstern deiner Wohnstube bilden sich Eiskristalle, dir läuft die Gänsehaut blitzschnell über den Körper und dein mit Bier verdünntes Blut gefriert in den Adern? Das kann nur an „Conjuring The Dead“, der neuen Schlachtplatte von Belphegor liegen. Knapp drei Jahre endlosen Wartens sind ins Land gezogen und wir versprechen euch, dass das Knabbern an den Fingernägeln absolut gerechtfertigt war, denn selten war ein Album aus der Death/Black-Sparte düsterer und atmosphärischer.

Weiterlesen ...