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KILMARA - Love Songs And Other Nightmares 2014 - Review

Kilmara, die Spanische Band mit dem Deutschen Sänger Christian Wolfgang Kohl , gründeten sich im Jahre 2003 und legen mit 'Lovesongs And Other Nightmares' ihr drittes Album vor, welches von Roland Grapow (Helloween, Masterplan etc.) produziert und via Sony Music veröffentlicht wurde. Mit den letzten beiden Alben taten sich die Spanier relativ schwer oder besser gesagt, die Presse tat sich schwer. Für uns Grund genug, dem letzten Longplayer der Power-Metaller aus Barcelona etwas intensiver auf den Zahn zu fühlen.

Im April 2014 erschienen, bis Dato kaum beachtet, von Sony Music Spanien auf den Weg gebracht und erst im Juli 2014 bei uns eingetrudelt, liegt nun das jüngste Werk Kilmares auf dem Seziertisch. Diverse englischsprachige Magazine haben bereits ihren Senf abgegeben, jedoch tauchen kaum Reviews in Deutsch auf. Woran mag das bloß liegen?  Einige Online Magazine haben sich normalerweise nicht zimperlich und stürzen sich wie ein Rudel Wölfe auf jede Veröffentlichung, nur um sie in halbherzigen Rezension zu zerreißen wie lahmendes Fieh. Dabei ist ihnen jeder Weg recht, selbst das Anwerben von Onlineredakteuren scheint ein probates Mittel zu sein, Hauptsache man kann noch die zweihundertste Rezension verbuchen.

Doch nun zu Kilmara und ihrem aktuellen Output. Die Spanier steuern ihr Schiff durch seichte Küstengewässer, in denen im Grunde nicht viel passieren kann und immer Land in Sicht ist.  Will heißen, die Musik ist gut, bewegt sich vorwiegend im Midtempo-Bereich, wagt gelegentliche Ausflüge ins Land der Double-Bass-Drums und bietet ansonsten das bekannte Standard Repertoire klassischer Elemente des Power Metals.  Der Wunsch nach Ecken und Kanten wird schon nach dem ersten Durchlauf frei. 

Der Überflieger, der Brecher oder die Hammer-Melodie schlecht hin, irgendetwas muss her, um die seichten Gewässer des Standard-Programms zu verlassen. Track Numero 4 'Cold Rain' enthält die erste Melodie, die mich aufhorchen lässt. Auch der langsam beginnende 5. Track weiß ab der zweiten Minute zu gefallen. 'Nothing To Me' folgt und ist derberer Natur. Hier gibt es erstmalig auf die Glocke, wenn auch verhalten. Mit 'Usual Strangers' steht nicht nur der siebente Song an, hier steht ein wirklich guter Track auf der Liste. Masterplan lassen grüßen, warum auch nicht, der Meister saß ohnehin hinter der Reglern. In jedem Fall wirkt der Song ausgereift und überzeugt durch eine stilvolle Melodie. Track Numero 10 (Play To Win) reiht sich wie 8 & 9 in die Liste - sagen wir mal - des Standardmaterials ein, kann jedoch im letzten Drittel mit sauberer Gitarrenarbeit punkten.

Zum Abschluss präsentieren uns Kilmara den Song Time Flies, eine Ballade, die erst in Englisch und dann in Deutsch-Spanisch vorgetragen wird. Hier gibt's 'ne super Melodie auf die Ohren, und zwar so eine Melodie, wie ich sie mir auf dem Album etwas öfter gewünscht hätte. Jungs, das ist es. Die Deutsche Version (Track 12), die letztendlich ins Spanische wechselt, macht den Song nicht besser und geht in die Wertung "Künstlerische Freiheit" ein.

Schlusswort: Wenn Kilmara ihre Stärken ausbauen, die technische Qualität beibehalten und den Songs mehr Charakter und Biss verleihen würden, dann könnten sie in Zukunft mit einem starken Album aufwarten. "Love Songs And Other Nightmares" bewegt sich im großen Mittelfeld des Genres, wobei der ein oder andere Höhepunkt auf dem Album zu verzeichnen ist. Also dann Jungs, macht weiter und legt eine ordentliche Schippe drauf!

 

Dirk



 

Sepultura "Arise" (1991)

Tja, eigentlich braucht und kann man zu diesem Album nicht mehr allzu viel sagen, denn es spricht seit 1991 für sich selbst und das genauso laut, hart, kompromisslos und dreckig wie eh und je. Thrash Metal in Reinkultur, wie er sein soll und muss. Keine Ahnung was die Jungs damals geritten hat so ein Album "auszukotzen", aber wir alle sollten Ihnen bis zum heutigen Tag dafür dankbar sein, dass Sie uns Ihre Sicht der Dinge so eindrucksvoll geschildert haben.

Für mich eines DER Metal Alben schlechthin, und um es mit den weisen Worten von Peter Ludolf kurz und knapp zum Abschluss zu bringen....

"Fantastisch"

Ripper666


Schon das Review gelesen?

King Diamond " Abigail " 1987

King Diamond, na klar - der darf hier nicht fehlen! Am 21.10.1987 erschien dieses vorzügliche Meisterwerk des dänischen Barons des Finstermetals. Es muss auch ungefähr der Zeitraum gewesen sein, in jenem ich den ersten Kontakt zum geliebten Metal hatte. Mein damaliger Kumpel, Alec Völkel (BossHoss), erkannte die Zeichen dieser Epoche etwas früher und nannte eine kleine Plattensammlung von ca. 20 Exemplaren - erlesenen Vinyls - sein Eigentum. Alec gehörte einer Fangemeinde an, die sich für damalige Verhältnisse recht elitär gegenüber der Außenwelt des Metals aufführte. "Du hast keine langen Haare, besitzt kein Metal-Shirt & keinen Nietengürtel?" Das war ein klares Defizit! Dieses Defizit konnte man nur durch Abgabe eines Treueschwurs ausgleichen.

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