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Belphegor "Conjuring The Dead" 2014 - Review

 

An den Fenstern deiner Wohnstube bilden sich Eiskristalle, dir läuft die Gänsehaut blitzschnell über den Körper und dein mit Bier verdünntes Blut gefriert in den Adern? Das kann nur an „Conjuring The Dead“, der neuen Schlachtplatte von Belphegor liegen. Knapp drei Jahre endlosen Wartens sind ins Land gezogen und wir versprechen euch, dass das Knabbern an den Fingernägeln absolut gerechtfertigt war, denn selten war ein Album aus der Death/Black-Sparte düsterer und atmosphärischer.

Das bereits im Vorfeld veröffentlichte "Gasmask Terror" öffnet die Tür zur österreichischen Folterkammer und Vokillist Helmuth bittet mit seiner Röhre, die im Vergleich zu den Vorgängeralben wesentlich tiefer erscheint, um Eintritt, während die Blastbeat-Klänge dem Hörer wie Gewehrkugeln um die Ohren pfeifen. Alles in allem ein großartiger Einstieg, auf den der Titelsong des neuen Silberlings folgt. "Conjuring The Dead", ebenfalls im Vorfeld mit einem fetten Video im Gepäck veröffentlicht, drückt nicht ganz so stark auf den Abzug, sondern überzeugt durch sein Midtempo und vor allem die Verbindung von Männerchor, hysterischem Frauengeschrei und cleanem Gitarrenspiel lässt die Kernkörpertemperatur schnurstracks um 4 Grad fallen. Das Tempo, das in "Conjuring The Dead" rausgenommen wurde, legen Belphegor bei "In Death" sofort wieder rauf und sorgen somit für einen echten Nackenbrecher, dessen sattes Riffwerk für den nötigen Treibstoff im Headbang-Propeller sorgt. "Rex Tremendae Majestatis" wiederum wirkt wie eine düstere Allianz aus den ersten beiden Songs und bildet in Sachen Stimmung und Atmosphäre den bisherigen Höhepunkt der Platte. Der leibhaftige Exorzismus kommt allerdings mit "Black Winged Torment" daher. Bösartige Klampfen gepaart mit einem dreiminütigem Schlagzeug im Feuerstoßmodus und einem ständigen Zusammenspiel zwischen tiefen Growls und niederträchtigen Screams lässt dem Hörer das vollständige Repertoire einer standesgemäßen Teufelsaustreibung am eigenen Leib erfahren.

Für "Legions of Destruction" haben sich die Österreicher Verstärkung aus dem Hause Deicide und Mayhem besorgt. Glen Benton sowie Attila sorgen für ordentlich Abwechslung in den Vokal-Parts und lassen nichts als verbrannte Erde zurück, auf der "Flesh Bones And Blood" einen weiteres Denkmal schwarzer Musik in Form einer Midtempo-Walze, gebaut aus schreiendem Riffwerk und satanischen Screams errichtet. "Lucifer, Take Her" und "Pactum In Aeternum" bilden den diabolischen Abschluss der neuen Belphegor Scheibe. In ersterem Song werden, wie auf Belphegor Scheiben bereits üblich, deutsche Lyrics aufgegriffen. Beide Songs gehen unmittelbar ineinander über und erschaffen zusammen ein Bild, das selbst dem gestandensten Metaller die übelsten  Alpträume beschert. Furchterregendes Frauengegurgel zu Ehren Lucifers und ein giftiges "Dein Gott ist tot", das vom Herren der Finsternis persönlich ins Mikro geröchelt sein könnte, lassen das Album langsam ausklingen. Belphegor gelingt es auch mit "Conjuring The Dead" ihr Songwriting nochmals auf eine höhere Ebene zu stellen. Sollte der Death/Black Export so weitermachen, können sie dem Herrn im Himmel bald höchstpersönlich ihre Klänge vor die Himmelspforte spucken, denn "Conjuring The Dead" kündigt die Vorhut der Hölle mit einem gewaltigen Klopfen eindrucksvoll an! 

Robby


Belphegor "Conjuring The Dead" VÖ: 08.08.2014 Nuclear Blast


 

The Bulletmonks "No More Warnings" Album Review

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