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Barreleye - Urged To Fall - Review

Vor knapp zwei Jahren berichteten wir bereits über die äußerst gelungene "Virus" EP der Berliner Barreleye, die sich nach dem Review noch viele Stunden durch meine Gehörgänge walzen sollte.

Klammheimlich wünschte ich mir doch so sehr, dass die Jungs endlich mit einem Album um die Ecke kommen, welches die Grundfeste meiner Wohnung auf ihre Standfestigkeit überprüfen sollte. Zwei Jahre später und mit einem S weniger im Bandnamen, stehen BARRELEYE nun mit "Urged To Fall" auf der Matte. Der elf Titel umfassend Longplayer erscheint am 1. September 2015 und ist schon vor dem ersten Hören ein echter Hingucker. Das von Maciej Kamuda gestaltete Coverartwork überzeugt auf ganzer Linie. Ob "Urged To Fall" auch genauso böse und schmierig durch Eure Lauscher schleicht wie die Kreatur auf dem Cover?!

Der Startschuss "From The Inside" geht bereits voll auf die Zwölf! Riffstrukturen, die den Gehörgang auf doppelte Größe anschwellen lassen, um zusätzlich das großartige Drumming verarbeiten zu können, brennen sich bereits beim ersten Lauschen in die Großhirnrinde. Ein wahres Death-Thrash-Meisterwerk, dass in "A Feast For A Maggots" noch auf die Spitze getrieben wird. Eine absolute Groovenummer, die durch die Vokill-Parts im Refrain wirklich zu überzeugen weiß. Dieser Brecher dürfte künftig wohl die Langhaarpracht des ein oder anderen Konzertbesuchers zum Rotieren bringen, dementsprechend ist "A Feast For Maggots" ein absolutes Anspielmuss!

Überhaupt ist "Urged To Fall" erstklassig produziert, sodass an dem Sound des Albums selbst der größte Musikfaschist nix zu meckern hat. Stellvertretend für diese Qualität steht der Titelfrack, der die Allianz zwischen Death und Thrash-Metal verkörpert, die das Markenzeichen des Hauptstadt-Quintetts ist. "Hate Will Tear Us Apart" erschien bereits auf der "Virus" EP und wurde für den ersten Barreleye-Langspieler in ein soundtechnisch tighteres Gewand gesteckt, dass sich durchaus sehen lassen kann. Das Instrumental "Trail For Ashes" nimmt ein bisschen Dampf aus dem Kessel und bereitet den Weg für "Flesh Tie", welches die Drehzahl des bereits im 7. Gang kreiselnden Nackenrotors in beängstigende Höhe treibt. Eine Doublebass-Frequenz, die jedem Trommler-Laien den kalten Schweiß auf die Stirn treibt und sämtlichen Death-Metal-Fetischisten die Gänsepelle aus den Poren hämmert. So drückend wie der siebente Streich auf "Urged To Fall" aus den Boxen kriecht, stellt er die bereits auf "Virus" erschienene Version problemlos in den Schatten. Und auch das bereits bekannte "Poem For The Numb" findet seinen Platz zurecht auf dem Silberling und mobilisiert kurz vor dem Ende nochmal alle vorhandenen Kraftreserven, bevor sich Barreleye mit dem epischen Songtitel "Saviors Death March" vorerst verabschieden. 

Himmel Herrgott, was war das für ein Tanz! Barreleye verlangen selbst dem gediegenen Metalheads mit ihrem ersten Silberling alles ab. Ein konsequentes und abwechslungsreiches Songwriting, was das Rad zwar nicht neu erfindet, das bisher dagewesene allerdings ohne zuviel Schnörkel klasse auf den Punkt bringt. Jetzt darf ich mir klammheimlich vor dem Schlafengehen wünschen, dass "Urged To Fall" auch über die Grenzen Berlin-Brandenburgs Gehör findet. Ich verneige mich mit 9/10 Talkern und gönne mir und den Nachbarn die Scheibe gleich noch einmal 5 Dezibel lauter!  Muhhaaaahaaa!

Robby

9/10 Talkern


Tracklist: 1. From The Inside 4:39 02. A Feast For The Maggots 5:10 03. Urged To Fall 4:22 04. Migratory Nail 3:47 05. Hate Will Tear Us Apart 06. Trail Of Ashes 3:09 07. Flesh Tie 4:48 08. Eight Letters 4:12 09. Inner Fiend 4:47 10. Poem For The Numb 3:26 11. Saviors Death March 5:35


VÖ: 01. September 2015 Label: independent



 

 

Wolfs Moon "Curse The Cult Of Chaos" 2013 VÖ: 26.07. 2013

Nach nunmehr 5 Jahren haben die Helmstedter Wolfs Moon ein neues Album eingeklöppelt. Mit neuem Sänger und einer etwas anders ausgerichteten musikalischen Marschroute, steht nun „Curse the Cult of Chaos“ bereit. Ihre Musik würde ich als Power Metal mit Thrash Einflüssen beschreiben. Sie schlägt bei einigen Songs ordentlich ins Gebälk, wobei die Gitarrenfraktion auf "Curse the Cult of Chaos" einen ganzen verdammten Wald absägt. Das Album hat zwei megadicke Überraschungen parat, zu denen ich später noch kommen werde. Ein sehr gut aufgemachter Silberling erfreut meine Sinne. Das Cover Artwork ist (für mich als Thrash Fan) genau mein Fall, wobei ein oberamtliches Booklet - mit seinen genialen Illustrationen - dem Tonträger die Krone aufsetzt.

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