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Nile - What Should Not Be Unearthed - Review

"What Should Not Be Unearthed"! Umdenken ist hier angesagt! In den Highspeed-Modus schalten und für die nächsten 50 Minuten auf der Überholspur bleiben.

Obwohl schon der Titel des neuen Albums von Nile verrät, dass es besser sei, gewisse Dinge nicht auszugraben, überzeugen uns Nile seit 1993 vom Gegenteil. Das Jahr ihrer Gründung ist der Startschuss für ein ganzes Sub-Genre im Extrem Metal Bereich gewesen und fördert Monat für Monat neue Bands zu Tage. Die Faszination der Ägyptischen Kultur und des damit verbunden Totenkults beeinflusste nicht nur Nile, die sozusagen als Speerspitze des eben erwähnten Genres gelten, nein - es gibt unzählige Formationen, die ihre Inspiration aus dem Morgenland ziehen. Melechech, Maat und auch Necros Christos sollten in diesem Zusammenhang unbedingt genannt werden.

Nile sind nicht nur die Speerspitze, sie sind wahrscheinlich auch die Schnellsten und technisch am versiertesten. Als Normalsterblicher ist es kaum mehr möglich seine Ohren dieser unfassbaren Geschwindigkeit hinterherzuwerfen. Hat man es dann doch geschafft, gehen einem auf alle Fälle die Feinheiten stiften. Oftmals bleibt dem geneigten Zuhörer nur die Freude am Extrem! "What Should Not Be Unearthed" macht da keinen Unterschied und so habe ich auch 2015 erneut das Gefühl, permanent wie ein gehetzter Hund dem eigentlichen Geschehen hinterherzuhinken. In mir bauen sich Szenarien auf, in denen Nile in aller Ruhe ägyptische Erde durchwühlen, nur um den sagenumwobenen Aushub in Lichtgeschwindigkeit über dem alten Kontinent zu verteilen und selbigen noch viel schneller an seinen Ursprungsort zurückbefördern. Alles wieder rein, Grabplatte zu, Stille! Ich bewundere nicht nur Nile, meine Bewunderung gilt auch denen, die hier Schritt halten können und nach diesem unfassbaren Massaker "deathmetallischer" Highspeed-Kunst in der Lage sind Songs zu benennen und wiederzuerkennen.

Im Vergleich zu früheren Alben wirkt "What Should Not Be Unearthed" etwas kompakter und ausgereifter, aber keine Angst, blutige Ohren sind auch nach dem Hören des neuesten Langdrehers Ehrensache. Sportlich gesehen müsste es 10 Punkte hageln, doch das allein zählt nicht, obwohl sich Nile damit trotzdem in die Kategorie "gut" vorprügeln. Anspieltipps: "Liber Stellae" & " Evil To Cast Out Evil "

 

Dirk

7,5/10 Talkern


Tracklist: 01. Call To Destruction 02. Negating The Abominable Coils Of Apep 03. Liber Stellae Rubeae 04. In The Name Of Amun 05. What Should Not Be Unearthed 06. Evil To Cast Out Evil 07. Age Of Famine 08. Ushabti Reanimator 09. Rape Of The Black Earth 10. To Walk Forth From Flames Unscathed  


VÖ: 28. August 2015 Label: Nuclear Blast Records



 

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