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The Weyers - Within - Review

Ich unterstelle mal jedem musikliebenden Narren, dass er es geradezu fühlen kann, wenn Musik unaufhaltsam nach der Seele greift. Normalerweise ist das genau der Moment, in dem man für sich entscheidet, ob die jeweiligen Tonfolgen gefallen oder eben nicht.

Am 22.11.2015 war es wieder einmal soweit. Ziemlich unvorbereitet - der Dinge die da kommen - stand ich im Berliner Frannzclub, um mir den kultigen Gig der US-Classic Rocker Black Star Riders zu geben. Etwas kauzig und demonstrativ marschierten die Gebrüder Luke & Adi Weyermann zu - sagen wir mal - 30er Jahre-Noten auf die völlig zugestellte Bühne des gemütlichen Clubs, um als erste Band des Abends das Stimmungsbarometer enfindlich in die Höhe zu treiben. Ok, dachte ich - lass sie machen.

Ihr könnt Euch jetzt den Rest sicherlich denken. Irgendwann klappte meine Kinnlade runter, während mir bewusst wurde, dass hier begnadete Musiker wunderbare Rockmusik aus lediglich zwei Instrumenten zauberten. Zeitloser Rock, der - mit unter die Haut gehenden Melodien - trockenen Wüstensand berührt und damit minimale Desert-Elemente versprüht, bevor er sich durch wunderbar verstrahlte Pink Floyd-Wälder schlängelt, ohne dabei auch nur den kleinsten Gedanken an eine Anbiederung freiwerden zu lassen. Track Nummer 2 ("The Heart Of All Things"), hat es mir dabei ganz besonders angetan, wobei "Time Waits" ebenso überzeugt und dafür einen lässigen Atemzug aus Samum's sandgeschwängerter Luft nimmt.

Wer jetzt denkt: "Lass gut sein - Junge!", dem sei Folgendes gesagt: Es war einer dieser einzigartigen Momente, am 22.11.15 im Berliner Frannz Club, den The Weyers vermutlich nicht nur an diesem Abend aus seinem verdammten Alltags-Joch befreiten. Der Moment, in dem alles Sinn macht und es völlig egal ist, wer oder was diese Musik zu dem macht, was sie zum Teufel nochmal ist. Rockmusik mit Tiefgang, die auf dem Album "Within" ihren Höhepunkt während des Songs "Julia" erfährt. Ob ich ohne diesen Gig Zugang zu The Weyers gefunden hätte, kann ich nicht sagen, doch so muss es laufen: Erst auf der Bühne überzeugen - der Rest kommt von ganz allein.

Wer sich gern des Öfteren in gemäßigten Klimazonen melodiöser Rocksounds aufhält, der sollte hier unbedingt mal ein Ohr nehmen. Eigentlich hätte man es wissen müssen, The Weyers spielen nicht ohne Grund vor den Black Star Riders. Respekt und satte 8 Talker für ein Album, das für metaltalks.de Verhältnisse zwar eine Nummer härter sein dürfte, doch ändert es nichts daran, dass es sich hier zweifelsohne um ausgesprochen gute Musik handelt.

 

Dirk

8/10 Talkern 


VÖ: 2013 - Label: Weyerworks



 

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