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Axel Rudi Pell - Game Of Sins - Review

Wenn es filigran und  melodiös wird, die Luft nach 80er Gitarren-Rock riecht und meterhohe Soundtürme ins Panorama kippen, dann hat Axel Rudi Pell in der Regel zum nächsten Schlag ausgeholt. Um ein Album des Meisters sinnvoll bewerten zu können, muss dringend unser Jan ins Spiel gebracht werden, der sich mit den Werken des Ex-Steeler Gitarristen auskennt wie kein Zweiter bei metaltalks.de.

Doch eine Geschichte habe ich noch im petto, bevor ich den Stift an unseren Jan übergebe. Eine Geschichte, die beschreibt, welchen Status Axel Rudi Pell bei seinen Fans inne hat: Wird mir doch neulich ein alter Bekannter über den Weg laufen, der mir direkt und schon kurz nach der Begrüßung die Frage stellte, ob ich denn auch im April bei Axel sei. "Bei Axel?" fragte ich ihn, ohne zu wissen, welches Thema er ansprach. "Ja, Herr Pell bringt ein neues Album raus und spielt folglich zum Tanz auf", meinte er. Ruhig Blut, dachte ich so bei mir und fügte an. "Lass uns doch erst einmal in die Scheibe reinhören". "Egal!", polterte er los. "Wenn Axel spielt, bin ich da, verdammt!

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten und 'ner langwierigen Aufwärmphase, ließ sich Jan zu folgenen Worte hinreißen.

"So, inzwischen hat "Game Of Sins" etliche Durchläufe absolviert. Mittlerweile würde  ich 8/10 Zählern rausrücken. So ist es eben manchmal, einige Songs zünden wirklich erst später. Absolut positiv: Die Produktion hat sich gegenüber der letzten Platte deutlich verbessert und auch härtetechnisch geht's für Axel Rudi Pell-Verhältnisse ganz gut zur Sache. Aber meine grundsätzliche Kritik bleibt bestehen: Der Bursche hat das gleiche Album zum drölfzigsten Mal geschrieben. Es ist alles 'nen bisschen arg vorhersehbar und wiederverwertet. Aber so is dat eben, wenn alle Kekse schonmal gekaut wurden, findest Du eben absolut keinen Neuen mehr. Und wenn Du dich noch so anstrengst, die Messe ist bis auf den letzten Buchstaben gelesen. Das muss man Herrn Pell allerdings auch zugutehalten. Der Titelsong indes, ist 'ne zwiespältige Sache. Unablässig "Game of Siiiiiiins" zu wiederholen, ist einfach Sch...., auch wenn das Ding instrumental ganz cool ist. Da wäre bestimmt mehr drin gewesen."

Letztlich bietet "Game Of Sins" eine gefällige Gesamtpackung, die jedem ARP-Fan ein weiteres Studioalbum in seiner Sammlung wert sein dürfte. Apropos Gesamtpackung, denn diese enthält eine Coverversion (All Along The Watchtower) des legendären Jimi Hendrix. Will man den Worten unseres Jans nun Glauben schenken, ist dieser Song der Gelungenste im Bunde. Ich glaube, er grinste, während er diese blasphemische Wertung offenbarte. Nun möchte Jimi Hendrix allerdings auch erst mal gespielt werden. Und wie ARP den guten alten Jimi interpretiert - der Hammer.  So denn, acht Punkte stehen zu Buche und dem gibt es wohl nicht hinzuzufügen. Ein wahrlich gutes Album also!

 

Jan & Dirk

8/10 Talkern



AC/DC "Powerage" 1978

Im Sommer ´79/´80 war es wieder soweit ! Das allseits beliebte Sportfest der Dorfschule im Uckermärkischen Örtchen Casekow war im vollen Gange. Der Planet drückte. Auf dem nahegelegenen Sportplatz von „Schwarz/Weiß“ lungerte das halbe Dorf herum. Die schattigen Plätze waren logischerweise von den"Großen" belegt. Wäre auch so geblieben, wenn da nicht dieser Typ (der das ganze Jahr! mit seiner schwarzen, abgesteppten Kunstlederjacke und Essengeldturnschuhen rumgelaufen ist) mit ´nen paar Mädels gesessen hätte und in ordentlicher Lautstärke „Gimme a Bullet“ mit ´nem batteriebetriebenen Kassettengerät zum besten gab. Geil!

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