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Avantasia "Ghostlights" Album Review

Tobias Sammet holte mit "Ghostlights" vor 2 Tagen erneut zu großem Schlag aus. Da die letzten Alben bezüglich der metallischen Ausrichtung erheblich ins Kreuzfeuer gerieten, war es mir schon etwas mulmig den neuen Longplayer" einzulegen.

Zu skeptisch die Gedanken an "Mystery Of Time" und zu stark die Wehmut an ein Comeback á la "The Metal Opera I & II". Rollen die Irrlichter aber erstmal los, huscht einem doch schnell ein kleines Schmunzeln über die prüfende Larve und auch Herr Sammet scheint sich seiner Sache mal wieder sehr sicher zu sein.

Mit "Mystery Of A Blood Red Rose" erschallt ein solider Avantasia Sound, der mich persönlich zwar auftaktmäßig nicht überzeugt, es aber trotzdem sicher ins Ziel schafft und alles für den ebenso guten zweiten Song vorbereitet. Fakt ist, der Tobi kann's eben. Musikalisch, vor allem melodisch, hat er es einfach drauf, während die üblichen Verdächtigen gesanglich nicht fehlen (Lead-Gesang: Tobias, Jorn Lande, Ronnie Atkins, Robert Mason). Song 2 & 3 ertönen somit ebenfalls stilecht, nur leider sehr anlehnend an das vorige Album. Mit Song 4 macht sich etwas Enttäuschung breit, schleppt sich "Seducing Of Decay" sehr schwerfällig ganze 7:18 dahin und man ist kurz davor, der sich breitmachenden Todesstimmung hinzugeben und den Stecker zu ziehen.

Meine Ernüchterung wird durch Song 5 jedoch plötzlich weggepustet. Es ist, als schreie sich ein hervorrangender Michael Kiske mit "Ghostlights" regelrecht frei, um dem originalen Tobi-Sound den Weg zu ebenen. Hört, hört! Unvorbereitet ballert die Double Base aus den Boxen und man kann gar nicht so schnell reagieren, um den Volume-Knopf schnellstmöglich wieder auf Anschlag zu drehen. Ein unfassbar eingängiger Sound, geile Melodien, Gänsehaut-Bridges und ein endlich erwachter Schlagzeuger! Michael Kiske macht seinem Namen dabei alle Ehre, es könnte auch ein guter alter Helloween-Track sein.

Mit diesem Sound dreht sich das Album fortan in eine neue Richtung. "Draconian Love" erinnert an HIM und der "Master Of The Pendulum" Marco Hitala (Nightwish) sorgt für metallastige Abwechslung. Es ist, als wären die Songs auf ihre Künstler zugeschnitten, denn auch die Ballade des Albums, gesungen von Sharon Den Adel, hätte gut möglich auf einem der alten Within Temptation Alben Platz gehabt. 

Track Numero 9, 10 & 11 powern dann wieder volle Pulle durch, wobei man erwähnen muss, welch großartiger Sänger, nämlich Jørn Lande, "Lucifer" vollendet. Diese Gedenknummer an DIO ist echt fett. 

Mit dem letzten Song trudelt "Ghostlights" langsam aber sicher aus, die Klänge werden wieder ruhiger und Tobias kehrt rein kompositorisch mit "A Restless Heart And Obsidian Skies" (leider) zu alten "Verhaltensmustern" zurück.

Alles in Allem ein starkes Album, das Herr Sammet und seine Mitstreiter hier mal wieder präsentieren. Trotz der geringen Anzahl an wahrhaften Melodic Metal Sounds ist "Ghostlights" glücklicher Weise relativ tough, jedoch lange nicht das Beste seiner Art. Isoliert man die Bewertung der Kompositionen sowie die musikalische Leistung von der metallischen Wahrnehmung, könnte unterm Strich auch ein anders Ergebnis stehen.

Fans, die nicht genug von "Ghostlights" bekommen können, dürfen sich auf den 25. Februar 2016 freuen, an dem Avantasia beim Eurovision Song Contest mit "Mysery Of A Blood Red Rose" antreten.

 

Lisa

7.5/10 Talkern


VÖ: 29.1.2016 - Label: Nuclear Blast Records


Axel Rudi Pell "Into The Storm" Deluxe Edition 2014 - Review

Am 17.1.2014 ist "Into The Storm" bereits erschienen. Offensichtlich hat man sich im Hause Steamhammer /SPV aufgrund des Erfolges entschlossen, diese Langrille als edles Sammlerstück neu aufzulegen. Warum auch nicht, denn dieses Material hat es wohl verdient, ein zweites Mal das Licht der Welt zu erblicken. Platz 5 in Deutschen Landen sowie Platz 9 in Toblerone States, sollten Grund genug für eine Neuauflage sein. Unser Jan hat den Axel Rudi ohnehin studiert und daher habe ich mich logischerweise direkt beim Melo-Meister erkundigt, wie er denn "Into The Storm" einstufen würde.

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