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DevilDriver - Trust No One - Review

Die Spatzen growlten es schon länger vom Dach, doch am Freitag dem 13. diesen Monats ging es nun endlich ans Eingemachte - der kalifornische Todesfünfer DEVILDRIVER sauste wieder im Vollkaracho um die Ecke. Mit drei Besetzungswechseln und ihrem nunmehr siebten Streich, bleibt zu erwarten, ob sich die Mannen um Dez Fafara dem nach "Pray For Villains" stetig sinkenden Qualitätsniveau eisern entgegenstellen können. 

Zugegebenermaßen waren einige Anläufe nötig, um den dunklen Zauber von "Trust No One" in meinen Gehörgängen zu etablieren. Während des Openers "Testimony Of Truth" dürften sich die 6-Saiter-Fetischisten unter Euch allerdings fühlen, als wären sie bereits im Klampfen-Elysium angekommen. Ein wahres Riff- und Solimassaker, dem der für DevilDriver typische Groove allerdings keineswegs zum Opfer fällt. Die herrlich-fiese Midtempo-Nummer "My Night Sky" lebt von Fafaras markanter Stimme, streift mir das erste Mal einen stattlichen Erpelparka über die Kutte und lässt zumindest ein bisschen Luft, um den Nackenmotor für das kommende Liedgut zu schonen. Denn DevilDriver feuern während "This Deception" wieder fleißig aus allen Rohren und lassen dabei keinen Stein auf dem anderen. Doch "Daybreak" legt noch eine Schippe drauf. Der Song rumpelt wie eine fein geputzte Abrissbirne durch den Prozessor und dürfte demnächst für respektable Whiplashs bei einigen Metalheads sorgen. Der gleichnamige Titeltrack beackert die Schneise der Zerstörung rigoros weiter, indem dem Ohrwurm, der noch "Daybreak"-summend durch die Lauscher kraucht, sofort ein neues Notenheft in die Hand gedrückt wird. Tiefgreifendes Riffwerk und Double-Bass-Eskapaden bilden hier die Essenz eines zukünftigen DevilDriver-Evergreens, der sich mit großer Sicherheit einen Weg in die Setlisten des Ami-Fünfers bahnen wird. Für einen epischen Melodic-Abschluss sorgt "For What Its Worth", welches sich vor allem durch die exzellente Arbeit von Austin D'Amond hinter der Schießbude in die Hirnwindungen brennt.

So, nun hat sich der Wolf endlich aus dem Schafspelz befreit und zeigt die Zähne wie schon lange nicht mehr im Hause DevilDriver. "Trust No One" kann die DevilDriver-Kultalben "The Fury Of Our Maker's Hand" und "The Last Kind Of Words" zwar nicht vom Thron stoßen, aber der neue Silberling der kalifornischen Krachmacher überzeugt nach kleineren Startschwierigkeiten auf ganzer Länge. Mit diesen Klängen in den Ohren durfte am Freitag dem 13. wohl nicht viel schief gelaufen sein. Für diesen metalischen Glücksbringer gibt es deshalb 8/10 Talker.

 

Robby 


VÖ: 13. Mai 2016 - Label: Napalm Records



 

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