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Fuck You And Die "Elements Of Instability" 2014 - Review

Ei der Daus! Fuck You And Die wollen es aber wissen. Nicht nur ihr Bandname ist eine Kampfansage, auch ihr brachialer und alles niederwalzende Sound. Death Metal, der oftmals sehr technisch sein unheilbringendes Werk verrichtet, steht auf dem Banner der 2010 gegründeten Band aus dem Schwarzwald.

Folgt man der Schneise, die Fuck You And Die - aus dem Schwarzwald bis in nördliche Gefilde geschlagen haben - stößt man schnell auf immer wiederkehrende Probleme, die wir alle nur zu gut kennen. Ablehnung durch die Gesellschafft, der Name zu anstößig, das Äußerer unangenehm und als Bonus haben sich die Schwarzwälder einen Kleinkrieg mit der örtlichen Kirche an Land gezogen. Bevor nun die Musik von Fuck You And Die im Mittelpunkt steht, hier noch ein Kelch voll Öl, den ich gern ins Feuer gießen möchte.

Im Ulmer Münster ist für jedermann ersichtlich, an einer der zahlreichen Säulen, eines der brutalsten Bilder auf gesegneten Stein gemalt worden, das ich je zu Gesicht bekam. Geboten wird hier - auch einem der Messe beiwohnendem Kinde - die Folter eines Abtrünnigen, dessen Eingeweide feinsäuberlich - mittels einer Winde - aufgewickelt werden. Das Ganze erfolgte der Ordnung halber bei lebendigem Leibe, offensichtlich wurden so die Qualen der Hölle veranschaulicht. Kunsthistorisch, mag der eine denken, unnötig und krank, sage ich! Unsere Gesellschaft, in der auch die Kirche noch immer eine Rolle spielt, hat sich die Anwesenheit von Fuck You And Die redlich verdient. "This human world must be perished to live. They shall never abuse what they do not deserve." So steht's in dicken Lettern auf dem Mittelteil des Booklets geschrieben. Passt!

Was erwartet uns musikalisch auf "Elements Of Instability"? Qualitativ hochwertiger Death Metal! Wenn's extrem wird, ist der Fünfer aus dem Schwarzwald dabei. Furios und unglaublich versiert, holzen Fuck You And Die alles ab, was ihrer Heimatregion den Namen gab. Während das Gehölz fauchend auf gesegneten Boden schlägt, spielen Fuck You And Die ein Liedchen drauf. Die Produktion ist erstklassig, womit alle Elemente aufs Feinste zur Geltung kommen. Ob Soli, Doublebass, vier- und sechsseitige Rhythmus-Fraktion und der abgrundtiefe "Gesang", alles glasklar in Szene gesetzt. So versteht es auch Pfarrer Auer!

Technical Death Metal also, der das Nervenkostüm herausfordert und in erster Linie auf dem sportlichen Sektor seine Überzeugungskraft entfaltet. Die Soli wirken oft wie eine Rettungsinsel, die nicht nur das Aufatmen zulassen, sondern auch als Navigation durch das wahnsinnige Songmaterial der Schwarzwälder dienlich sind. Bands der Marke Aborted und Obscua fallen mir dabei direkt ein. Alles erstklassige Truppenteile, die nur ein Ziel haben, nämlich auf hohem Niveau der Zerstörung zu frönen. Starker Tobak, nichts für sanfte Gemüter und Pfarrer. Amen!

 

Der Prior 


VÖ: 29.8.2014 - Astat Entertainment



 

ORIGIN - "Omnipresent" 2014 - Review

Freunde der Nacht, was ist das bloß für ein gottloses Gemetzel. Präzise und auf den Punkt genau schrauben euch Origin die Rübe ab. Man kann seinen Widersacher skrupellos aus dem Ring schlagen oder - wie im Falle von Origin - mit Stil und Technik von der Platte putzen. Feind tot, Ausführung fehlerfrei! Origin fordern dein ohnehin überlastetes Nervenkostüm heraus und bringen dich völlig schmerzfrei dem Gehörsturz empfindlich näher. Vielleicht ist das schon kein Geheimnis mehr, aber dennoch - auch wenn dieses Album bereits über einen Monat in den Läden steht - möchte hiermit gesagt sein, was unbedingt ausgesprochen werden muss.

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