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Pänzer "Send Them All To Hell" Review

The German Panzer! Zwischen Ankündigung und Veröffentlichung des Debüts "Send Them All To Hell" sprühten reichlich Funken und damit wurden sogleich zwei Zeitpunkte markiert, in  deren Zeitfenster die scheinbar endlose Spannung zur Entladung drängte. Die Maschine ist definiert, der Auftrag eindeutig und die Protagonisten sind mehr als bekannt. Schauen wir mal, ob The German Panzer mit ihrem Teutonen-Gebräu den Rest der Welt in  die Kessel der Hölle verfrachten können, denn genau da soll die akustische Reise ja schließlich enden.

Die Geburtsstätte des German Panzers liegt erstaunlicherweise in der Schweiz, genaugenommen im Z7 in Pratteln, wo Schlagzeuger Stefan Schwarzmann (Accept) sowie Norbert Mandel (Club-Betreiber des Z7) die ersten Baupläne des lärmbringenden War-Vehicles ausrollten. Anfang September 2014 berichteten wir das erste Mal über die drei Metal-Urgesteine aus dem Hause Accept und Destruction. Allein die gigantischen Zugriffe auf diesen Beitrag wiesen unmissverständlich daraufhin, das öffentliche Interesse konnte größer nicht sein.

Die Erwartungen waren also hoch! Doch was erwartet man angesichts dieser Konstellation und thematischen Ausrichtung? Ganz ehrlich? Ich hatte ein wenig Bedenken, dass hier mehr zur Hölle fahren sollte als die infernalische Behausung des Gehörnten beherbergen kann. "Mir würde bodenständiger und riffbetonter Metal ohne Schnörkel ausreichen", fuhr es mir durch den Hirnkasten. Und ja, verdammt und zum Teufel noch mal, so ist es auch! "Send Them All To Hell" ist ein abgrundtief bodenständiges Metal-Album, das ohne Umwege eine gewaltige Schneise bis in den Vorhof des unterirdischen Tempels seiner Scheußlichkeit schlägt.

Dickes Riff-Werk und ausgedehnte Soli sind das unbesiegbare Schutzschild des Geman Panzers und gleichzeitig die überzeugendste Zutat des Albums. Destructions Frontmann "Schmier" sorgt für die verbale Kriegsführung und ist ein Garant dafür, dass überschwängliche Melodien gnadenlos plattgewalzt werden. Stefan Schwarzmann treibt die Vernichtungsmaschine solide an, während er den Panzer sicher ans Ziel bringt, indem er blitzsauberes Drumming aus den Rohren feuert.

Wo ist jetzt eigentlich der Haken? Es gibt keinen! Vielleicht steckt ein wenig zu viel Planung und Marketing hinter diesem Projekt. Das Ergebnis sollte allerdings im Vordergrund stehen und dieses kann sich wirklich sehen lassen. Lasst den Panzer mit voller Kraft durch eure Wohnstuben rollen, schickt die Etikette und eure Nachbarn zur Hölle, denn hier kommt ein grandioses Album, an dem sich für die kommende Zeit die Konkurrenz die Zähne ausbeißen wird. 9,5/10 Tal(k)er

 

Dirk

 


VÖ: 28.11.2014 - Label: Nuclear Blast Records



DevilDriver - Trust No One - Review

Die Spatzen growlten es schon länger vom Dach, doch am Freitag dem 13. diesen Monats ging es nun endlich ans Eingemachte - der kalifornische Todesfünfer DEVILDRIVER sauste wieder im Vollkaracho um die Ecke. Mit drei Besetzungswechseln und ihrem nunmehr siebten Streich, bleibt zu erwarten, ob sich die Mannen um Dez Fafara dem nach "Pray For Villains" stetig sinkenden Qualitätsniveau eisern entgegenstellen können. 

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