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Flotsam And Jetsam - Flotsam And Jetsam - 2016 Review

Ein neues Flotsam And Jetsam Album kann binnen kurzer Zeit den Ausdruck meine seelische Verfassung verändern, ja - es dient gar der Stimmungsmalerei. 

Das 2016er Werk der Arizona-Thrasher outete sich bereits während des ersten Drittels als Lunte an einem Sprengsatz, der mir die kommenden Minuten um die Ohren fliegen sollte. Um meine uneingeschränkte Freude nun auf den Punkt zu bringen, gibt es lediglich drei Worte zu sagen: Es knallt wieder! Zwar hat mir auch das ursprünglich über Crowdfunding veröffentlichte Album "Ugly Noise" zugesprochen, doch damals setzten Eric AK und seine Mannen auf sanftere Wiedererkennung und Charakter anstatt dem Feind das Sichtfeld durch Fratzengeballer zu trüben.

Nun, es muss ja nicht immer nur knallen, doch die schreibende Zunft quittierte der Band seinerzeit direkten Punktabzug. So ist das eben, doch ändert es eben nichts daran, dass "Ugly Noise" ein starkes Album war bzw. ist. Wollte man beide Alben gegeneinander antreten lassen, würde "Flotsam And Jetsam" definitiv schneller die schwarzweißkarierte Zielflagge zu Gesicht bekommen, allerdings auch ein paar mal öfter anecken. Etwas sperrig, fuhr es mir nach dem ersten Durchlauf durch den Kopf. Die Jungs wollen es aber noch einmal wissen. Wer sind eigentlich die Jungs von Flotsam And Jetsam anno 2016? Nicht zu überhören ist Sänger Eric AK - seines Zeichens Besitzer einer der charakteristischsten Stimmen der Szene und mit einer kleinen Unterbrechung seit 1984 dabei,  Mike Gilbert - zweites verbliebenes Gründungsmitglied - ebenfalls mit Pause, Gitarrist Michael Spencer (1987-88) & seit 2014  wieder am Bass, Steve Conley - Gitarre seit 2014 und zu guter Letzt Jason Bittner - Drums (Ex-Shadows Fall und Live für Anthrax).

Das Album "Flotsam And Jetsam" nimmt Fahrt mit "Seventh Seal" auf, einem ruppigen Speed-Thrasher mit bemerkenswert eingängigem Refrain. Ihm folgt "Live Is A Mess", der fast einer Kernspaltung der New Jersey-Legende Overkill gleichkommt. Unfassbar, hier solltet ihr dem Volume-Regler zeigen, dass es nur eine Drehrichtung gibt: Turn To The Right! Ebenfalls bemerkenswert - Track 4 - die gleichnamige und aufrichtige "Iron Maiden"-Huldigung. Was für eine Übernahme der Stilistik, hier fallen Ostern und Weihnachten auf einen Tag. AK's Stimme, derbe Klänge, Maiden-Schablone - was will man mehr? NOCH EINE BASSBETONTE ABRISSBIRNE? "Smoking Gun" - da habt ihr! 'Nen typischen Flotsam-Klassiker auf Speed gefällig? Ich hätte da was: L.O.T.D.! Auch hier wieder 'ne grandiose Bassarbeit - langsam bekomme ich Puls! "Monkey Wrench" - genialer Titel, hört Euch bloß die ersten 50 Sekunden an, da rüttelt der Affe aber mächtig am Käfig. 

Unabhängig davon, dass ich mir etwas mehr Harmonie in den neuen Kompositionen gewünscht hätte, haben wir es hier mit einer dicken Nummer aus dem Hause Flotsam And Jetsam zu tun. Nach all den Jahren bekommen die alten Fans nicht nur ordentlich was vor den Latz, vielmehr zeigt der Fünfer auf seinem 12 Album, dass mit den Arizona-Jungs noch immer verdammt zu rechnen ist. Speed & Thrash Metal, wie er zum Teufel noch mal sein sollte. Play it loud!

 

Dirk

9/10 Talkern


Tracklist: 01. Seventh Seal 02. Life Is A Mess 03. Taser 04. Iron Maiden 05. Verge Of Tragedy 06. Creeper 07. L.O.T.D. 08. The Incantation 09. Monkey Wrench 10. Time To Go 11. Smoking Gun 12. Forbidden Territories


VÖ: 20. Mai 2016 - Label: AFM Records



 

Slayer "South of Heaven" 1988

Es begab sich irgendwann im Jahre 1988 wieder einmal die Gelegenheit, ein Wochenende bei meinem Cousin Dirk (im damaligen Ost-Berlin) zu verbringen. Also rein in den Zug und ab in die "Metalmetropole" Berlin, schließlich wollten wir abends ins Abi. Für alle Unwissenden, das Abi war eine olle Baracke, wo sich Metalfans treffen konnten, um zusammen abzuhängen, zu saufen und abzuschädeln. Vorrausetzung war, dass einem Einlass gewährt wurde. hahahah So und nun zum eigentlichen Thema. Ich kam in Dirk's Bude, und was mussten meine ultra metallischen Augen da sehen? Slayer!

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