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Brother Firetribe - Sunbound - Album Review

Brother Firetribe können es einfach nicht lassen, der Welt von Zeit zu Zeit ein 80er Hard Rock-Album zu kredenzen. Ob radiotauglicher AOR oder weichgespülter Hard Rock, beide Bezeichnungen greifen hier wohl direkt in Zentrum der Wahrheit.

Schon die letzte Veröffentlichung aus dem Jahre 2014 ("Diamonds In The Firepit"), kam in einem weißen Don Johnson-Ferrari daher gefahren, zumindest erinnert mich dieser Sound an die sorglosen Achtziger und vor allem an den blumigen Hard Rock, der aufgrund der unaufhaltsamen Evolution der Synthesizer eben immer poppiger wurde. Die Finnen reizen dieses Klischee bis zum Erbrechen aus und fühlen sich damit offensichtlich mehr als wohl.

Produktionstechnisch fällt das neue Album erneut mit der Tür ins Haus. Breitwand-Hard Rock, der klangtechnisch keine Wünsche offen lässt. Im Vergleich zu "Diamonds In The Firepit" hat "Sundbound jedoch wesentlich weniger eingängige Melodien am Start. Ein Umstand, der mich ganz automatisch nach der gelben Karte schauen lässt, die ich versprochener Maßen zücken werde, wenn das Quintett aus Finnland noch so einen homogenen AOR-Brei in die Röhre schiebt. Nicht falsch verstehen, irgendwie tönt alles gefällig, doch es fehlen die Parts, welche sich unabdingbar in der Schädel-Hirse festsetzen, ob man es nun will oder nicht.

Sicher, Brother Firetribe's "Sunbound" spielt in einer anderen Liga, als die letzte statische Ohren-Versieglung der Östereicher von CORNERSTONE, denn "Sunbound" wirkt wesentlich lebendiger und auch der Gesang ist im Grunde genehmigt, dennoch vereint beide Alben nicht nur das Cover-Artwork, das die Skyline monströser Metropolen abbildet, sondern auch die Vermutung, dass Liebhaber des Sounds wohl eher auf Originale aus besagten Achtzigern zurückgreifen werden. Anspiel-Tipp: Opener & Titelsong: "Sunbound"

 

Dirk

6,5/10 Talkern


VÖ: 24.3.2017  - Label: Spinefarm Records 


Tracklisting: 01. Sunbound 02. Help Is On The Way 03. Indelible Heroes 04. Taste Of A Champion 05. Last Forever 06. Give Me Tonight 07. Shock 08. Strangled 09. Heart Of The Matter 10. Restless Heart 11. Big City Dream 12. Phantasmagoria


Besetzung: Pekka Ansio Heino - vocals, Emppu Vuorinen - guitar, Tomppa Nikulainen - keys, Jason Flinck - bass, Hannes Pirilä – rummut


Zur Info: „Taste of a Champion“ war von Februar bis Juni 2016 Titelsong der Kampagne für die finnische Supermarktgruppe Prisma - Die beiden Videos der Band und ihre Live-Clips melden bis dato knapp 880.000 Views auf VEVO/YouTube. - Insgesamt über 4,5 Millionen Streams auf Spotify - Gemischt von Mikko Karmila (Nightwish, Stratovarious, Children of Bodom) - Gitarrist Emppu Vuorinen ist außerdem Original-Bandmitglied von Nightwish



Kadavar - "Abra Kadavar" 2013 Review

Moin Metalheads,

...neulich in der Mittagspause spielte mir unser Dirk einen Song von dieser Scheibe vor, danach setzte er noch einen drauf und schob auch noch den Videoclip "Come Back Life" hinterher. Irgendwie ließ mich das nicht mehr los, ich also in den Plattenladen meines Vertrauens und die Musike geholt. Bei Abra Kadavar (die zweite Langrille der Berliner) wurden sämtliche Richtungen in ein Glas gegossen und gut durchgerührt, es entstand ein Cocktail aus  Hard- und Psychedelic Rock eine Brise Doom - und teilweise ist auch ein Quäntchen Stoner Rock dabei.

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