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PILEDRIVER - Brothers In Boogie - Album Review

In welchen Boden die Band PILEDRIVER ihre Wurzeln getrieben haben, ist nicht zu überhören. Mal abgesehen davon, machen die Essener auch kein Geheimnis aus ihren unverkennbaren Einflüssen. Als Status Quo Tributeband ins Rennen gezogen, haben sich PILEDRIVER mit sklavischer Folgsamkeit die Songs ihrer Helden draufgeschafft.

Insbesondere die Anfangstage der Status Quo-Jungs haben es ihnen angetan und genau diese wollten Michael Sommerhoff ("Rick Parfitt") und Peter Wagner ("Francis Rossi") in ihren Songs weiterleben lassen. Nach ihrer Gründung im Jahre 1995, haben sie 1997 "PILEDRIVER" , ein Album mit Status Quo-Songs und 3 eigenen Titeln, 2000 "HI!", 'ne 5-Track-Maxi, darunter "Wild Side Of Life" und "Blue Eyed Lady" sowie 2004 "PILES OF ROCK", ein Scheibchen mit 11 Titeln, von denen 9 aus der Feder von Michael und Peter stammten, veröffentlicht. Es folgte eine längere Pause.

Zeitsprung in die Vergangenheit: Als die Brieten Status Quo ab Mitte der 60er ihr Unwesen trieben, waren rund 10 Jahre später auch die Australier von AC/DC nicht weit. So ist es auch absolut nicht verwunderlich, dass uns etliche Piledriver-Kompositionen ebenfalls an die Stilistik der legendären Band um die Young-Brüder erinnern. Erstaunlicherweise, und erst hier schließt sich der Kreis - erzielten SQ erst in den Jahren ihren endgültigen Durchbruch, als auch AC/DC langsam Aufwind bekamen. Einfache Strukturen, prägnante Melodien - dafür waren die Francis Rossi & Co bekannt.

Doch nun zurück in die Welt der PILEDRIVER, denn um ihr 2016er Album geht es hier ja nun einmal. Die Ruhrpott-Rocker bieten auf ihrem aktuellen Werk feinsten Rock feil, der nicht selten an die stählerne Tür des Heavy Metals klopft. Der Song "Natural Born Rockers" sollte diese Behauptung mehr als unterstreichen, zumal dieser Track auch aus der Feder von Udo Dirkschneider (Ex-Accept) stammen könnte, der selbigen wohl nicht besser hätte schreiben können. Sauber und fett produziert, groovt sich "Brothers In Boogies" durch Status Quo-geschwängerte Kompositionen, die den Mainstream-Ballast der späten SQ-Ära aufgrund der wesentlich härteren Saiten-Fraktion locker abschüttelt. Einfach genial! Ich bin mir ziemlich sicher, dass Fans von Status Quo, Accept und AC/DC wahren Gefallen an diesem Album finden werden. Empfehlung!

Dirk

8,5/10 Talkern


Tracklist: 1. One Way To Rock 3:40, 2. Together 3:45, 3. Rock In A Crossfire Hurricane 4:33, 4. Good Times 4:45, 5. Natural Born Rockers 5:31, 6. Fat Rat Boogie 6:09, 7. Mountain 5:36, 8. Frantic Groove 1:38, 9. Don't Think It Matters 4:37, 10. Drifting Away 5:19, 11. Queen Obscene 5:22, 12. Lollipop Lolita 4:38, 13. Last Words 8:22, 14. Rock In A Crossfire Hurrican (Single Version) 3:29, 15. Last Words (Single Version) 3:24


VÖ: 14.10.2016 - Label: Rockwall Records



Grand Magus "Triumph And Power" 2014

Grand Magus wurden im Vorfeld dieser Veröffentlichung oft als Riff-Meister angekündigt. Und ja, dem ist so! Virtuosität? Nein, dick und fett drückt es aus den Speakern. Ihre Musik kommt mit ein paar puristischen Elementen aus, fertig. Sie besitzen die Fähigkeit mit den Basics eine deratige Dynamik zu erzeugen, die andere Bands mit ganzen Orchestern nicht erzeugen können. Dabei liebt der gemeine Metal-Fan doch in erster Linie fettes Riffing. Tja, und genau das gibt's auf "Triumph And Power" in ausreichendem Maße, warum auch nicht, bauen Grand Magus doch den Großteil ihrer Songs darauf auf. Wer jetzt denkt, dass es bei dieser Herangehensweise irgendwann langweilig werden muss, dem sei Folgendes versichert: Langeweile - Fehlanzeige, Freunde der lauten Musik.

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