1. Releases

  2. Interviews

  3. Live-Dates

  4. Verlosung

  5. Shirt-Talks

  6. wir hören



Motörhead "Aftershock" 2013 Album Review

Das alte Sprichwort trifft auch beim neuen Silberling namens „Aftershock“ zu. Wo Motörhead drauf steht, ist auch Motörhead drin. Somit kann jeder, der etwas anderes Neues erwartet hat, gleich weiterscrollen. Aber wer will schon einen Stilwechsel von Lemmy und Co?  Richtig, Kinder des Rock n‘ Roll, niemand. Ich sag euch was, die Scheibe ist gut, die Scheibe ist sogar sehr gut.

Ein super abwechslungsreiches Album dröhnt aus meinen Speakern. Genial arrangierte Songs führen einen durch viele Stile der gesamten Motörhead Ära. Eine ordentliche Portion Rock n‘ Roll, mal bluesig, mal verdammt schnell und mal sehr gefühlsbetont, lassen die Lauschlappen wackeln. Ich liebe Alben von den Jungs, die nicht von Anfang bis Ende durchmetern, als gäbe es keinen Morgen mehr. Es muss auch mal grooven und der Fuß vom Gaspedal genommen werden. Anspieltipps sind definitiv „Heartbreaker“, dessen schön lang gezogenes Wort im Refrain gleichamtlich mitgegrölt werden kann. „Lost Woman Blues“ ist eine, wie es schon der Name verrät, Blues-Nummer, die zum Ende in ein richtiges Blues-Inferno führt. Hätte man von so einem Song nicht erwartet. Oh ha, und dann „End of Time“. Ja leck mich doch, ist das ein feiner Song. Schön schnell, mit einem immer wiederkehrenden Gitarrenlick. Mir gefallen gleich auf Anhieb so einige Textzeilen, die ich sofort mitsingen musste, wie z.B. "I Don’t Fucking Care" und "Rotten To The Core"… Warum eigentlich???  Ich liebe es.  Okay weiter im Text. „Dust and Glass“ ist einer dieser gefühlsbetonten Blues Nummern. Fein, wenn Lemmy seine Stimmlage runterfährt, als wenn er damit versucht, bei einer netten Dame etwas Süßholz zu raspeln. „Going to Mexico“ ist ne typische Motörhead Nummer. Das Hauptriff ist definitiv von "Iron Fist" abgewandelt, gefällt aber sehr gut. „Crying Shame“, einer dieser Songs, bei denen man nicht still stehen kann, da man unweigerlich mitwippen muss. Ihr wisst schon was ich meine. Heheh! „Queen Of The Damned“ metert ordentlich durch die Gehörgänge. Danach ist „ Knife“ an der Reihe. Ein Song der mir beim mehrmaligen hören immer besser gefällt. Der vorletzte Song „Keep Your Powder Dry“ erinnert mich irgendwie an AC/DC. Geil arrangiert und rockig mit jaaaaaaa, verdammt noch mal AC/DC Flair. Nun habe ich ja doch fast alle Nummern abgehandelt. Nun gut, der Rausschmeißer „Paralyzed“ ist nochmals ein typischer schneller Motörhead-Rocker.

Das Fazit für das neue Eisen ist definitiv sehr zufriedenstellend. Die Welt ist um eine super Motörhead Scheibe reicher geworden. Ich denke jeder wird das Dingen mögen. Saubere druckvolle Produktion, tolle Songs, mit einem stimmlich sehr gut aufgelegten Lemmy und ein 1 A Coverartwork, rechtfertigen den Kauf dieses Albums. Rock on……

Torsten



 

Axel Rudi Pell - Game Of Sins - Review

Wenn es filigran und  melodiös wird, die Luft nach 80er Gitarren-Rock riecht und meterhohe Soundtürme ins Panorama kippen, dann hat Axel Rudi Pell in der Regel zum nächsten Schlag ausgeholt. Um ein Album des Meisters sinnvoll bewerten zu können, muss dringend unser Jan ins Spiel gebracht werden, der sich mit den Werken des Ex-Steeler Gitarristen auskennt wie kein Zweiter bei metaltalks.de.

Weiterlesen ...