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Gamma Ray "Empire Of The Undead" 2014

Teutonenstahl! Gamma Ray sind nicht nur zurück - nee, "Empire Of The Undead" hat endlich wieder Songs im Gepäck, die wir bei den letzten Outputs so sehr vermissten. Melodic oder meinetwegen auch Power Metal, ist eine verdammt sensible Konstruktion. Befindet sich ein Baustein am falschen Platz, bricht die komplette Komposition direkt über dem Fundament weg. Gamma Ray haben 2014 wirklich saubere Arbeit geleistet und konnten mit der aktuellen Langrille endlich wieder an Meisterwerke, wie zum Beispiel das 1997er "Somewhere Out In Space" sowie das 1999er "Power Plant" Album anschließen.

Der übermächtige Opener "Avalon" macht sofort klar, wer anno 2014 die Hammer-Songs schreibt. Kai Hansen und seine Jungs scheinen 'nen ordentlichen Schluck aus der Inspirationsquelle genommen zu haben. Zumindest würde sich hiermit erklären, warum "Avalon", "Empire Of The Undead" und "I Will Return" so dermaßen in die Ohren gehen. "Empire Of The Undead" versprüht fast schon den Charme einer Thrash-Granate, die bereits in den 80er Jahren unters Volk gebracht wurde. Der Anfang tönt verdammt nach "Ray 'Em All" oder "Gamma Sie Alle" - einfach genial! Besonders hervorzuheben ist: eingängige Melodien treffen auf ein ganzes Heer von unglaublichen Killer-Riffs, leckere Soli gibt's on top. "I Will Return" ist hierfür ein sehr markantes Beispiel. Stählerne Dynamik & ausgewogene Harmonien treffen hier auf fettes Geschredder! Als Kompott gibt es Gefiedel, dass sich die Sau im Stall freut. Sorry, sich der Rezensent freut.

Die Produktion ist einwandfrei und lässt keine Wünsche offen. Ich freue mich immer wieder, wenn Metalurgesteine, wie Gamma Ray, der Speed- & Power Metal-Szene zeigen, warum ein Hammer - bei der Schlacht im Teutoburger Wald - den Ton angegeben hat. Schwerste Empfehlung und...anhören!

Dirk


    

 

Jello Biafra with D.O.A. - "LAST SCREAM OF THE MISSING NEIGHBORS" 1989

Es muss im Frühjahr 1990 gewesen sein, als ich durch die Kreuzberger Gneisenaustraße schlurfte.

Aus der offenen Tür eines kleinen Plattenladens im Kellergeschoß dröhnten geile Gitarren und eine Stimme, welche ich auf dem Times Square raushören würde. Das war unverkennbar Jello Biafra und vor allem – es war ein Song, den ich nicht kannte. Sollte mir bei der zugegebenermaßen nicht idealen Versorgungslage in der Zone eine Veröffentlichung der Kennedys entgangen sein? Der Ladenhüter, ein Althippie komplett in Batikklamotten (der Anblick allein reichte, um ohne Joint durch den Tag zu kommen), hatte wahrscheinlich schon die Cover der ersten Ton Steine Scherben mitgeklebt.

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