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Accept "Blind Rage" 2014 - Review

Eine der dienstältesten Bands in Sachen Heavy Metal hat sich 2010 eindrucksvoll zurückgemeldet. Gut so, denn Accept gehören in die Szene wie der Teufel in die verdammte Hölle. Wenn man bedenkt, dass es im Grunde fast ein Zufall war und alles vom aktuellen Sänger Mark Tornillo abhing, dann ist Mark nicht nur die Schlüsselfigur, nein- er ist der wichtigste Mann und laut Wolf Hoffmann der Grund für die Entscheidung, Accept zum dritten Mal auferstehen zu lassen.

Nachvollziehbar ist das allemal. Mark hat nicht nur eine sehr brauchbare Stimme, vielmehr klingt sein Organ fast wie die des begnadeten Altmeisters Udo Dirkschneider, der seit 1971 - Gründung der Band - bis 2005 dabei war, wenn man von den drei Auflösungen Accepts großzügig absieht.

Genug geschwafelt, denn nach 12 Beiträgen zum neuen Album (seit 2.4.14), reichlich Kostprobung und primärer Be-Ohrung, ist es an der Zeit abzurechnen. Die Vorspeise zum Album Blind Rage Wurde in Form der Single "Stampede" gereicht. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich eigentlich erwartet, dass die Langrille ähnliche Härtegrade erreichen wird und ordentlich durchmetert. Doch was müssen meine abhängigen Ohren hören? Accept setzten auf Struktur, Eingängigkeit und ausgewogene Harmonie. Was ist das überirdisch geil? Das Teil läuft durch, und während du noch nach dem Krach Ausschau hältst, bekommst Du einen Hit-Hammer nach dem anderen um die Ohren gewummert.

Das Begreifen setzt erst mit dem zweiten Durchlauf ein, aber dann ist es schon längst zu spät. Ein Ohrwurm folgt dem anderen, klettert in deine geplagten Radartüten und bespringt deine Trommelfelle auf eine sehr einnehmende Weise, die dich zwangsläufig die Wiederholungsfunktion deines Players aktivieren lässt. Ich habe mit allem gerechnet, aber nicht mit einer Hit-Dichte, welche eine Auswahl einzelner Anspieltipps fast unmöglich macht.

Blind Rage? Blinde Wut? Auf gar keinen Fall! Pure Freude und unendliche Zufriedenheit befallen mein stählernes Herz. Ein Zustand, der sich ab dem morgigen Tag hoffentlich auch bei der gesamten Metal Gemeinde einstellen wird. Also dann, hier doch noch die Anspieltipps: Alles! Yeah, verdammt nochmal alles und mit dem letzten Track "Final Journey" geht's doch noch sportlich vom Felde! Man ist die Pladde jut. Der Erlass eines Konsum-Befehls ist hier wohl unumgänglich.

 

Dirk

VÖ: 15.8.2014 / Nuclear Blast Records



 

 

KILMARA - Love Songs And Other Nightmares 2014 - Review

Kilmara, die Spanische Band mit dem Deutschen Sänger Christian Wolfgang Kohl , gründeten sich im Jahre 2003 und legen mit 'Lovesongs And Other Nightmares' ihr drittes Album vor, welches von Roland Grapow (Helloween, Masterplan etc.) produziert und via Sony Music veröffentlicht wurde. Mit den letzten beiden Alben taten sich die Spanier relativ schwer oder besser gesagt, die Presse tat sich schwer. Für uns Grund genug, dem letzten Longplayer der Power-Metaller aus Barcelona etwas intensiver auf den Zahn zu fühlen.

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