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Traitor - "Thrash Command (Re-Release)" 2015 - Album Review

Thrash Metal aus dem Schwoabeländle! Die Balinger Combo wurde 2004 von Andreas Mozer (Drums, Vocals) und Gerd Hery (Guitars & Back.- Vocals) aus der Taufe gehoben, allerdings unter dem Namen "Patricide", im Jahre 2006 benannte man sich dann in "Premature Burial" um.

Nach diesen ganzen Namensänderungen entschieden sich die Jungs letztendlich für den prägnanten Namen "Traitor". Die anderen beiden Mitstreiter der Band hören auf die Namen Lorenz Kandolf (Bass) und Matthias Koch (Guitars). Auf dem Cover wird man mittels eines Stickers schon darauf hingewiesen, was einen erwartet. Let's Go, der Rundling wird in den Schacht geschoben und sofort ist klar, wo dieser Trip von ca. zweiundvierzig Minuten hingeht bzw. worauf dieser geht - nämlich auf die Nackenmuskulatur.

Freilich haben wir es bei diesem Album mit einem Re-Release zu schaffen, aber das ist erst mal zweitranging - und auch Traitor werden das Rad des Thrash Metal's nicht neu erfinden. Was aber auf "Thrash Command" geboten wird, ist nichts anderes als lupenreiner Thrash Metal Return To The Eighties, mit einer satten zeitgemäßen Produktion. Wir haben es hier mit aggressiven, keifenden, fiesen Vocals zu tun, die in diesem Fall vom Drummer (!!!) vorgetragen werden. Beide Gitarristen lösen passable Riff-Attacken aus, die wirklich gut in das traitorianische Thrash Gemälde passen! Selbst die Drums donnern auch nicht gerade leise aus den Speakern und bieten einen tollen Rahmen für den Gesamtsound.

Es wird keinesfalls monoton, und natürlich hören wir hier und dort an einigen Ecken Parallelen zu ihren / unseren alten Helden Kreator, Slayer, Metallica (in ihrer Frühphase) usw. heraus, aber wen zur Hölle stört das!? Traitor besitzen sicher auch genug eigene Ideen und Kreativität, die sie noch nicht ausgeschöpft haben! Leider ist genau das der Punkt und hier liegt auch der schwäbische Hase im Pfeffer begraben. Die Songs hinterlassen kaum einprägsame Duftmarken und es bleibt leider auch kaum etwas hängen. Als Bonus Track haben die Jungs ihren eigenen Song "Thrash Command" in der deutschen Version eingeholzt - also Thrash Kommando, in der Tradition alter Sodom-Gassenhauer. In der aktuellen Version wird das Ganze dann auch noch mit der "Live Beyond The Command" DVD abgerundet. Hier kann man sich von der Live Qualität der Band überzeugen, also Value for Money. Für das Coverartwork haben sich Traitor keinen geringeren als Andreas Marshall an Bord geholt, der hier einmal mehr sein Können unter Beweis stellte. Das Booklet wurde im Übrigen auch komplett neu gestaltet. Fazit für mich an dieser Stelle: 7 von 10 Metal Tal(k)ern, mit Blick nach oben und Vorfreude auf das kommende Album. Da ist mehr drin.

Zottel 


VÖ: 13.03.2015 über Violent Creek / Soulfood Music


Tracklist

Voodoo Gods "Anticipation for Blood Leveled in Darkness" 2014 - Review

Trivialer Death Metal? Mit Nichten! Gewöhnlich ist Extrem Metal nur, wenn nichts der vorgetragen Songs im Oberstübchen hängen bleibt. Voodoo Gods sind davon sehr weit entfernt. Ob die physische oder eben die musikalische Leistung der Protagonisten für den Aha-Effekt sorgt, ist dabei völlig irrelevant. Als wir am 25. Juni 2014 den Artikel zum Video "RENAISSANCE OF RETRIBUTION" veröffentlichten, hat's das erste Mal klick gemacht. Vorgemerkt, fuhr es mir durch den Kopf, denn "RENAISSANCE OF RETRIBUTION" (Track 6) überzeugte nicht nur, nein - er löste das altbekannte Prozedere aus. Den Song noch einmal von vorn, Luftgitarre her, Drum-Sticks und Mikro raus und ab geht die Luci...ähm..der Lucifer.

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