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Xenofanes - Pissing In The Holy Grail - Review

Ende Mai des laufenden Jahres haben die Schweden Xenofanes nach langen Jahren ihrer Existenz nun endlich ihr Debüt Album via Iron Shield Records veröffentlicht.

Xenofanes formten sich in der Tat im letzten Jahrhundert, genaugenommen 1993!! Drei Jahre später verschwanden sie in der Versenkung und erst 2010 führten sie ihren Weg als aktive Death/Thrash Band fort. Bis dato haben die Nordlichter aus Strangnas (Südschweden) fünf Demos und eine Split (mit den Black Metallern Cranial Dust) hervorgebracht. So wie Xenofanes ergeht es vielen Underground-Bands, um so besser, wenn sie dann aus purer Leidenschaft ihren Weg fortsetzen. Inzwischen sind sie bei Ironshield Records angekommen, einem Label, dass sich in erster Linie die Veröffentlichung traditionellen Stahls und Oldschool-Materials auf die Fahne geschrieben hat.

Für den Titel des Albums vergeben wir vorneweg schon mal 10 satte Punkte, doch wie sieht's mit Musik der Schweden aus? Eingangs kurz erwähnt, haben sich Xenofanes dem Death und Thrash Metal verschrieben, wobei Thrash Metal den Löwenanteil des Stils der Band ausmacht. Strukturell konzentrieren sich Jocke Hasth - Guitars, Klabbe Alaphia - Guitars & Vocals, Chrille Lundin - Bass sowie Mange Edqvist - Drums auf das Wesentliche. Keine Experimente, scharfkantiges Riffwerk, keifwütige Vokals und immer hübsch auf die Augen. Thematisch bewegen sich Xenofanes im Universum aller Boshaftigkeiten zwischen Himmel und Hölle, fühlen sich aber ganz klar mehr der Heimat des Fegefeuers verbunden als himmlischen Gefilden.

Produktionstechnisch bieten Xenofanes auf "Pissing In The Holy Grail" einen Standard, den ich mir auf derlei Veröffentlichungen des Öfteren wünschen würde: authentisch, transparent und mit der nötigen Durchschlagskraft. Hochglanzproduktionen wären hier völlig fehl am Platze. Herausragende Songs, wie zum Beispiel "Next Stop Purgatory" und der Titeltrack "Pissing In The Holy Grail", suhlen sich in aller Grausamkeit in diesem klassischen Thrash Metal-Soundgebräu, das es gerade durch diese beiden Tracks in die Kategorie "Gut" schafft. "Next Stop Purgatory" weiß im letzten Teil mit sehr interessanter Gitarrenarbeit zu überzeugen, während der Titeltrack - mit einem Augenzwinkern in Richtung Slayer - den absoluten Höhepunkt auf dem Debüt der Schweden markiert. Hier zeigen Xenofanes, was sie wirklich auf dem Kasten haben.

Fazit: Das Schweden-Abrisskommando hat auf seinem Debütalbum solide Kost abgeliefert, die es absolut wert ist, in Form eines Silberlings konserviert zu werden. Konzentriert man sich in erster Linie auf die Gitarrenarbeit, wird man nach gut 50 Minuten mit einem zufriedenen Grinsen anzutreffen sein, versprochen.

 

Dirk

7,5/10 Talkern


Tracklist: 01. Soulthirst 02. Vermin of the Earth 03. Spitfire Inferno 04. Mentally Damaged 05. Next Stop Purgatory 06. Ancient Predator 07. Eruption of Hate 08. Speed Dating Antichrist 09. Pissing in the Holy Grail  


VÖ: 29. Mai 2015 - Label: Iron Shield Rcords



Doro - Raise Your Fist (2012) Review

Ich gebe zu, ich bin nicht der größte Doro Fan auf Erden, aber ich denke, die Frau hat es mehr als nur verdient mal angecheckt zu werden. Fakt ist, sie hat in den ganzen Jahren nie aufgegeben an den Heavy Metal zu glauben und sie verdient genau dafür den Respekt von mir und auch von der gesamten Metalszene, die so manch angemalter böser Metalkasper und Hüpfmetal-kopfsockencore-schönlings-ichbinderhärteste-undcoolste-wichsfrosch niemals bekommen wird. So viel zur Einleitung.

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